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Aktualisierung der Paritätischen Eckpunkte zur Corona-Schutzimpfung und deren Auswirkungen auf die Corona-Schutzmaßnahmen

Der Paritätische Gesamtverband veröffentlicht seit April 2021 Paritätische Eckpunkte zur Corona-Schutzimpfung und deren Auswirkungen auf die Corona-Schutzmaßnahmen. Aufgrund der dynamischen politischen Lage wird das Papier regelmäßig auf seine Aktualität geprüft und ggf. überarbeitet. Das Eckpunktepapier trägt der Tatsache Rechnung, dass bei den Strategien und Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung vorrangig Gesichtspunkte der medizinischen Prävention berücksichtigt werden und dass davon im Wesentlichen Entscheidungen über die Aufhebung von Beschränkungen sowie die Rückgabe von Grundrechten geleitet sind.

Mit den Eckpunkten macht der Paritätische deutlich, dass die sozialen Dimensionen zu wenig Aufmerksamkeit finden. Vertrauensbildung und gesundheitsbezogene Information und Aufklärung bei allen Bevölkerungsgruppen, insbesondere bei vulnerablen Gruppen, werden durch die widersprüchliche öffentliche Kommunikation politischer Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger erschwert. Der Paritätische bringt sich mit seinen Eckpunkten in die Diskussion mit dem Ziel ein, gleichberechtigte Teilhabe und gleichzeitig wirksamen Infektionsschutz für alle zu erreichen. Eine allgemeine Impfpflicht sowie eine Impfpflicht für einzelne Bevölkerungs- oder Berufsgruppen lehnt der Paritätische ab. Stattdessen ist es weiterhin unbedingt erforderlich, dass das Vertrauen in zugelassene Impfstoffe gegen das Corona-Virus weiter steigt. Vertrauen lässt sich nicht erzwingen, sondern es gilt, dieses zu schaffen und zu erarbeiten. Wir benötigen ein gesellschaftliches Klima, in dem Personen mit Bedenken im Zusammenhang mit einer Impfung die Chance haben, ernst genommen und gleichzeitig motiviert zu werden, umfassende sowie transparente Beratungs- und Informationsangebote zu nutzen. Befürchtungen müssen mit differenzierter und umfassender Aufklärung über alle bekannten Aspekte der Schutzimpfung begegnet werden. Nur so kann eine verantwortungsvolle Entscheidungsfindung unterstützt werden. Es sind insbesondere zielgruppenspezifische, mehrsprachige, barrierefreie und lebensweltorientierte Angebote erforderlich, die auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Der Zugang zu Informationsangeboten und zur Impfversorgung muss für alle sichergestellt werden, auch für schwer erreichbare vulnerable Gruppen. Einrichtungen und Dienste der Freien Wohlfahrtspflege sind in diesem Zusammenhang von elementarer Bedeutung, wenn es um Zugänge zu niedrigschwelligen Aufklärungs- und Informationsangeboten geht.

Die vollständigen Eckpunkte zur Corona-Schutzimpfung sind der Fachinformation beigefügt.

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