Frauentag 2026: Am 8. März ist feministischer Kampftag!
Wie man ihn auch nennt: Am 8. März ist feministischer Kampftag bzw. Frauentag. Zentrale Forderungen für den Tag sind in dem frauenpolitischen Grundsatzpapier des Paritätischen zusammengestellt.
Frauenpolitisches Grundsatzpapier
Der Paritätische möchte mit dem aktuellen frauenpolitischen Grundsatzpapier einen Beitrag leisten, dass Frauenpolitik und Frauenrechte in Zeiten des Erstarkens frauen- und gleichstellungsfeindlicher Kräfte sichtbar bleiben. Schwerpunkte des frauenpolitischen Grundsatzpapieres sind deshalb u. a. die Bereiche soziale Gerechtigkeit, sexuelle sowie reproduktive Rechte und eine geschlechtergerechte Gesundheitspolitik, Schutz vor Gewalt, Pflege sowie Teilhabe und Diversität.
Gewaltschutz zentral für den Paritätischen
Neben dem frauenpolitischen Grundsatzpapier ist für den Paritätischen mit seinen rund 140 Frauenhäusern und 200 Frauenberatungsstellen das Thema Gewaltschutz zentral in seinem frauenpolitischen Engagement. 2026 steht für den Verband die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes in den Bundesländern im Fokus. Gemeinsam mit der Zentralen Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser und dem Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe hat der Verband deshalb eine Lesehilfe zum Gewalthilfegesetz formuliert.
Sexuelle und reproduktive Rechte: Paritätischer unterstützt #MyVoiceMyChoice
Auch nachdem die öffentliche Diskussion um eine Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs unter der aktuellen Bundesregierung etwas leiser wurde, sind sexuelle und reproduktive Rechte für den Paritätischen zentral. Deshalb setzt sich der Verband auch für die Initiative #MyVoiceMyChoice ein. Am 4. Februar 2026 ging ein offener Brief zu dem Thema an die EU-Kommission. Über 170 zivilgesellschafliche Organisationen aus allen EU-Mitgliedstaaten, darunter der Paritätische Gesamtverband und pro familia, haben den Brief gezeichnet. In dem Brief wurde die Europäische Kommission aufgefordert, sich für Maßnahmen der EU zugunsten sicherer und legaler Schwangerschaftsabbrüche auszusprechen. Auch als Reaktion auf den Brief bestätigte die Kommission Ende Februar, dass EU-Mittel verwendet werden können, um den Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen zu gewährleisten – insbesondere für Frauen in prekären Situationen, unabhängig davon, woher sie in Europa kommen.