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Strategie für ein tabakfreies Deutschland 2040

Eine breite Allianz aus 50 Organisationen setzt sich für eine Strategie für ein tabakfreies Deutschland ein.

Ziel der gesundheits- und suchtpolitischen Kampagne: 2040 konsumieren weniger als fünf Prozent der Erwachsenen und weniger als zwei Prozent der Jugendlichen in Deutschland Tabakprodukte, E-Zigaretten oder andere verwandte Erzeugnisse, insbesondere, wenn diese das suchterzeugende Nikotin enthalten.

Aktuell  rauchen in Deutschland über 16 Millionen Menschen, ein­schließlich 378 000 Jugendliche. Unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist auch der Konsum von Wasserpfeifentabak weit verbreitet. Mehr als zwei Drittel der aktuell Wasserpfeifenrauchenden haben im Alter von 14 bis 25 Jahren mit dem Konsum begonnen und von den jun­gen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren haben fast zwei Drittel jemals Shisha geraucht.

An den Folgen des Rauchens sterben in Deutschland jährlich 127 000 Menschen. Das entspricht einem Todesfall alle vier Minuten. Selbst das Passivrauchen verursacht schwere Erkran­kungen,

Einige Länder in Europa,  wie Großbritannien, Dänemark, Schweden, die Niederlande und Estland, haben vor allem in den letzten 15 Jahren den Anteil der Rauchenden in der Bevölkerung wesentlich stärker gesenkt, als dies in Deutschland der Fall ist. Deutschland belegt in Bezug auf Tabakkontrollmaßnahmen im Vergleich mit 36 europäischen Staaten den letzten Platz.

10 konkrete Maßnahmen fordern die Unterzeichner*innen u.a, auch die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen:
 

  • Die Tabaksteuern jedes Jahr deutlich erhöhen.
     
  • Rauchende beim Rauchstopp unterstützen und Kostenübernahme der Behandlung der Tabakabhängigkeit gewährleisten.
     
  • Werbung für Tabak und verwandte Produkte vollständig verbieten und standardisierte Verpackungen einführen.
     
  • Die Verfügbarkeit von Tabak und verwandten Produkten deutlich reduzieren.
     
  • Wirksam vor Passivrauchen schützen und vollständig tabakfreie Lebenswelten schaffen.
     
  • Kinderrechte in Bezug auf Tabak konsequent umsetzen und den Jugendschutz verbessern.
     
  • Regelmäßige Kampagnen durchführen, um über Risiken des Tabakgebrauchs aufzuklären, zur Entwöhnung zu motivieren und Tabakfreiheit zur Norm zu machen.
     
  • Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit Initiativen zur Tabakkontrolle sowie Alternativen zum Tabakanbau unterstützen.
     
  • Politische Entscheidungen wirksam vor der Beeinflussung durch Hersteller von Tabakerzeugnissen und verwandten Produkten sowie deren Organisationen schützen.
     
  • Die Maßnahmen regelmäßig überprüfen, anpassen und weiterentwickeln.

 

Der Paritätische ist Mitglied der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Ziel der DHS-Mitgliedsverbände ist es, ihre Fachkompetenz zu Fragen und Problemen der Suchtprävention und der Suchthilfe organisatorisch zu bündeln. Insofern steht die DHS für die Suchthilfe in Deutschland. Die Information und Hilfe für Konsumenten*innen, Missbraucher*innen, Abhängige und deren Angehörige wird in den unterschiedlichen Einrichtungen der Mitgliedsverbände und im Kontakt mit deren Mitarbeiter*innen angeboten und umgesetzt. Direkt zum Internetangebot der DHS.

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