Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen – Es ist an der Zeit endlich zu handeln

Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen tritt der Paritätische Gesamtverband dafür ein, dass der Ausbau und die Sicherung und Finanzierung des Hilfe- und Unterstützungssystems für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder zügig vorangetrieben wird.

Dabei darf auch nicht übersehen werden, dass auch die Kinder, die Gewalt direkt erfahren oder indirekt miterlebt haben, verstärkt in den Blick genommen werden müssen und Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen in die Lage versetzt werden, mit diesen Kindern auch gezielt zu arbeiten.

Denn das Zuschauen und Erleben von häuslicher Gewalt zwischen den Eltern oder engen Angehörigen schafft eine enorme psychische Belastung. Betroffene Kinder müssen aufgefangen und unterstützt werden. Sie sind auch Opfer häuslicher Gewalt. Eine systematische Arbeit in- und außerhalb des Frauenhauses ist mit den betroffenen Frauen und mit ihren Kindern dringend notwendig. Dies muss im aktuellen politischen Diskurs berücksichtigt werden. Wenn die Frauenhausarbeit und deren Finanzierung neu geordnet werden, sind auch die Bedürfnisse der Kinder zu berücksichtigen. Denn das bloße Miterleben von Gewalt kann genauso schädlich sein wie die direkte physische Einwirkung von Gewalt auf den eigenen Körper – oder sogar schlimmer.


Unsere nächste Veranstaltung

13.12.2018 14.12.2018
Seit dem letzten Jahrhundert ist die Gefahr, sich sozial zu isolieren, in unserem Kulturkreis stetig gestiegen. Großfamilien mit mehreren Kindern und weiteren Angehörigen im Haushalt sind selten geworden, die Kirchen und ihr Gemeindeleben verlieren an Bedeutung, ebenso wie die Nachbarschaft. Weil Individualität immer wichtiger wird, geht die Bereitschaft zurück, sich den Bedingungen größerer Gemeinschaften unterzuordnen. Auch in der Arbeitswelt hat sich das Zusammenleben gerade in den letzten Jahrzehnten rasant verändert. Die fortschreitende Rationalisierung und die Beschleunigung der Arbeitsprozesse führen dazu, dass immer weniger Zeit für informelle Sozialkontakte mit Kolleginnen und Kollegen und Kundinnen und Kunden bleibt. Gleichzeitig verlieren Menschen den Anschluss und scheiden langfristig aus dem Berufsleben aus. Doch ohne Erwerbseinkommen oder eine ausreichende Altersrente steigt das Risiko der Isolation nochmals, weil alltägliche Unternehmungen nicht mehr finanzierbar sind. Die Kontakte zu Mitmenschen nehmen ab. Insbesondere für alte Menschen gehört, angesichts häufig auch eingeschränkter Mobilität, Einsamkeit zur traurigen Realität.
  Ort: Haus der Kirche

S
U
B
M
E
N
Ü