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Paritätischer schlägt Alarm: Soziale Dienste sollen wider Erwarten nicht unter Corona-Schutzschirm fallen

Pressemitteilung
Erstellt von Gwendolyn Stilling

Pressemeldung vom 21.03.2020

Nach Informationen, die dem Paritätischen Wohlfahrtsverband vorliegen, sollen wider Erwarten soziale Dienste nicht unter den neuen Corona-Schutzschirm fallen, der am Montag im Kabinett beschlossen wird. Das Vorhaben des Bundesarbeitsministeriums, gemeinnützigen sozialen Einrichtungen coronabedingt existenziell notwendige Hilfen zu gewähren, wird innerhalb der Bundesregierung offenbar blockiert. Der Paritätische warnt, dass ohne entsprechende staatliche Soforthilfe eine Insolvenzwelle sozialer Einrichtungen innerhalb kürzester Zeit droht.

„Wir haben überhaupt kein Verständnis dafür, wenn wissentlich die Auflösung sozialer Infrastruktur in Kauf genommen wird und soziale Dienste bei dem Corona-Schutzschirm außen vorgelassen werden. Dass ausgerechnet in dem Bereich, wo es um Hilfe und Schutz für die Schwächsten in dieser Gesellschaft, wo es um Wohlfahrt und Fürsorge geht, staatliche Hilfe in dieser Krisenzeit durch Teil der Bundesregierung blockiert werden, ist ein Skandal“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. „Es geht hier um soziale Dienste von der Altenhilfe bis zur Kita, um Bildungs-, Beratungs- und Hilfsangebote für benachteiligte Menschen und Menschen in existenziellen Notlagen. Und es geht letztlich auch um das Fortbestehen unseres Sozialstaats und einer sozialen solidarischen Bürgergesellschaft auch über die Krise hinaus.“

Der Verband warnt vor einer Insolvenzwelle sozialer Einrichtungen innerhalb kürzester Zeit. „Soziale Dienste aller Art müssen zwingend mit unter den Rettungsschirm, den diese Bundesregierung gerade für Milliarden Euro spannt“, so Schneider.

++ Update [Stand: 22.03.2020, 13.30 Uhr. Wie wir gehört haben, sollen soziale Dienste nun doch beim Corona Schutzschirm am Montag im Kabinett berücksichtigt werden. Wir sind erleichtert, dass eine Lösung offenbar auf gutem Weg ist. Sobald Definitives bekannt ist, werden wir eine Bewertung vornehmen und informieren. ++

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Unser aktuelles Mitgliedermagazin: Bürokratie!

Der Umgang mit Bürokratie und Verwaltungen gehört für die meisten Menschen in Sozial- und Pflegeberufen zu den weniger geliebten Pflichtaufgaben. Viele plagt das Gefühl, dass die Arbeit am Schreibtisch ihnen die Zeit raubt, die letztendlich für die Klient:innen fehlt. Wer für die Wohlfahrt arbeitet, hat diesen Beruf ja gewählt, um zu helfen und nicht, um Formulare auszufüllen.

Sicherlich gibt es auch berechtigte Verwaltungsvorschriften, etwa wenn die sinnvolle Verwendung von Mitteln nachgewiesen werden soll. Trotzdem wird der nachweislich immer größere Aufwand der Bürokratie zum Problem und wird als zusätzliche Belastung zum sowieso schon stressigen Berufsalltag wahrgenommen. Dies gilt im Übrigen nicht mehr nur für die Kolleg:innen in den Paritätischen Einrichtungen, sondern auch für die Menschen, die wir betreuen. Beispielsweise geflüchtete oder arbeitslose Personen müssen kontinuierlich mehr Papierkram bewältigen, was für viele in Not nicht so einfach ist.

In diesem Mitgliedermagazin fragen wir nach, wie die Entwicklung der Bürokratie ist, was besonders stört und wie es vielleicht auch besser gehen könnte. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre.

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Der Paritätische in den Medien: Unsere Presseschau

Paritätischer schlägt Alarm: Soziale Dienste sollen wider Erwarten nicht unter Corona-Schutzschirm fallen

Pressemitteilung
Erstellt von Gwendolyn Stilling

Pressemeldung vom 21.03.2020

Nach Informationen, die dem Paritätischen Wohlfahrtsverband vorliegen, sollen wider Erwarten soziale Dienste nicht unter den neuen Corona-Schutzschirm fallen, der am Montag im Kabinett beschlossen wird. Das Vorhaben des Bundesarbeitsministeriums, gemeinnützigen sozialen Einrichtungen coronabedingt existenziell notwendige Hilfen zu gewähren, wird innerhalb der Bundesregierung offenbar blockiert. Der Paritätische warnt, dass ohne entsprechende staatliche Soforthilfe eine Insolvenzwelle sozialer Einrichtungen innerhalb kürzester Zeit droht.

„Wir haben überhaupt kein Verständnis dafür, wenn wissentlich die Auflösung sozialer Infrastruktur in Kauf genommen wird und soziale Dienste bei dem Corona-Schutzschirm außen vorgelassen werden. Dass ausgerechnet in dem Bereich, wo es um Hilfe und Schutz für die Schwächsten in dieser Gesellschaft, wo es um Wohlfahrt und Fürsorge geht, staatliche Hilfe in dieser Krisenzeit durch Teil der Bundesregierung blockiert werden, ist ein Skandal“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. „Es geht hier um soziale Dienste von der Altenhilfe bis zur Kita, um Bildungs-, Beratungs- und Hilfsangebote für benachteiligte Menschen und Menschen in existenziellen Notlagen. Und es geht letztlich auch um das Fortbestehen unseres Sozialstaats und einer sozialen solidarischen Bürgergesellschaft auch über die Krise hinaus.“

Der Verband warnt vor einer Insolvenzwelle sozialer Einrichtungen innerhalb kürzester Zeit. „Soziale Dienste aller Art müssen zwingend mit unter den Rettungsschirm, den diese Bundesregierung gerade für Milliarden Euro spannt“, so Schneider.

++ Update [Stand: 22.03.2020, 13.30 Uhr. Wie wir gehört haben, sollen soziale Dienste nun doch beim Corona Schutzschirm am Montag im Kabinett berücksichtigt werden. Wir sind erleichtert, dass eine Lösung offenbar auf gutem Weg ist. Sobald Definitives bekannt ist, werden wir eine Bewertung vornehmen und informieren. ++



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