Inforeihe Migration & Flucht

Die Online-Inforeihe „Migration und Flucht“ schafft Raum für den Austausch zu aktuellen migrations- und flüchtlingspolitischen Fragen. Den Auftakt der ein- bis zweistündigen digitalen Fachgespräche bildet jeweils ein Impuls von Expert*innen, der anschließend mit den Teilnehmenden diskutiert wird.
Die Inforeihe wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms für die Beratung und Betreuung ausländischer Flüchtlinge gefördert.

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Veröffentlichung der Evaluation zur Implementierung der behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung
06.10.2026, 10:00-11:00 Uhr
Das BAMF-Forschungszentrum hat im Auftrag des Bundesministeriums des Innern die "Evaluation zur Implementierung der behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung" durchgeführt. Die Evaluation untersucht die Umsetzung, Wahrnehmung und Wirkung des Beratungsangebots. Im Rahmen der Veranstaltung erläutert Johannes Weber vom Forschungszentrum des BAMF, wie die Evaluation konzipiert und durchgeführt wurde, welche methodischen Ansätze dabei zum Einsatz kamen und wie die erhobenen Erkenntnisse ausgewertet und gesichert wurden. Im Mittelpunkt stehen dabei der Entstehungsprozess der Evaluation, die zugrunde liegenden Fragestellungen sowie die Einordnung und Absicherung der Ergebnisse.
Johannes Weber vom Forschungszentrum des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist Volkswirt und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsfeldes III "Migration und Integration: Dauerbeobachtung und Berichtsreihen". Seine derzeitigen Forschungsschwerpunkte umfassen quantitative Analysen zu Integrationsprozessen in ländlichen Räumen sowie zur Binnenmobilität von Geflüchteten.
Zur AnmeldungVergangene Veranstaltungen
Mehr als vier Wände - Neue Wege der kommunalen Unterbringung Geflüchteter
17.09.2026, 10:00-11:30 Uhr
Container und Turnhallen sind als Unterbringungsform selten eine gute Lösung - weder für Kommunen noch für die betroffenen Menschen. Wie kann Unterbringung stattdessen nachhaltig, flexibel und menschenwürdig gestaltet werden?
Hier setzt das Projekt „Mehr als vier Wände" an: In einem bundesweiten Verbund entwickelt und erprobt ein interdisziplinäres Team der Universität Hildesheim und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gemeinsam mit ausgewählten Kommunen neue Unterbringungskonzepte. Durch die enge Zusammenarbeit entstehen praxisnahe Lösungen, die nicht nur kurzfristige Herausforderungen beantworten, sondern langfristig belastbar und anpassungsfähig bleiben – etwa durch gemeinschaftliches Wohnen, bauliche Umnutzung oder neue Verwaltungsprozesse.
Sonja Reinhold, LL.M. vom Center for Human Rights Erlangen-Nürnberg (CHREN) gab erste Einblicke aus den Pilotvorhaben. Sie sprach darüber, was die Kommunen aktuell im Bereich Unterbringung umtreibt und diskutieren, welche Rahmenbedingungen es für eine gelingende und nachhaltige Unterbringung braucht.
Präsentation von Sonja Reinhold (CHREN)Grundrechtsschutz in Geflüchtetenunterkünften – die Unverletzlichkeit der Wohnung bei Abschiebungen
30.06.2026, 10:00-11:30 Uhr
Die Wohnung ist unverletzlich, heißt es in Artikel 13 Grundgesetz. Auch geflüchtete Menschen, die in Aufnahmeeinrichtungen oder Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, haben ein Recht darauf, dass ihre Privat- und Intimsphäre geachtet werden. Eine Durchsuchung ihrer Wohn- und Schlafräume ist daher grundsätzlich nur mit einer richterlichen Anordnung zulässig. Das gilt auch im Kontext von Abschiebungen. Das hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in einem wegweisenden Beschluss vom 30.09.2025 klargestellt. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) hat das Verfahren unterstützt und die Verfassungsbeschwerde geschrieben. Sarah Lincoln (GFF) führte in die Problematik ein, den stellte den Beschluss des BVerfG vor und stellte dar, was das für die Praxis von Verwaltung, Betreiberorganisationen von Geflüchtetenunterkünften und Beratungsstellen heißt.
Präsentation von Sarah Lincoln, Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF)Kindheit im Asylbewerberleistungsgesetz – Eine Umfrage unter Fachkräften zur sozialen Lage von Kindern im Grundleistungsbezug
19.05.2026, 10:00 - 11:30 Uhr
Das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) ist regelmäßig Teil der politischen Debatte. Meist geht es um Kürzungen und Abschreckung, kaum jedoch um die Situation der Leistungsbezieher*innen selbst. Besonders selten wird auf die Lebenssituation von Kindern im AsylbLG-Bezug eingegangen. Anhand einer Umfrage unter knapp 450 Fachkräften haben der Paritätische Gesamtverband und Save the Children versucht, diese Lücke zu schließen. Die zahlreichen und detaillierten Rückmeldungen, u.a. zu den Bereichen Teilhabe, Wohnen, Gesundheit, Bezahlkarten und Leistungskürzungen geben einen umfassenden und anschaulichen Eindruck davon, wie sich das AsylbLG auf Kinder auswirkt. In der Veranstaltung werden Ergebnisse der Umfrage und daraus folgende Handlungsempfehlungen präsentiert und zur Diskussion gestellt.
Präsentation zur Veranstaltung(Keine) Schulbildung für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Erstaufnahmeeinrichtungen? Erkenntnisse aus der BiSKE-Studie
14.04.2026, 14:00 - 15:00 Uhr
Alle Kinder und Jugendlichen haben ein Menschenrecht auf Bildung und Schule. Doch in der Praxis ist Schulbildung nicht für alle gleichermaßen zugänglich. Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche, die nach Deutschland geflüchtet sind und in Aufnahmeeinrichtungen leben. Im Rahmen der Studie „Bildungsrechte und Schule für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Erstaufnahmeeinrichtungen“ (BiSKE) wurde untersucht, welche Bildungszugänge ermöglicht werden. In der Vollerhebung wurden mittels einer Telefonstudie mehr als 200 Aufnahmeeinrichtungen im Zeitraum November 2024 bis Mai 2025 in allen Bundesländern zu ihrem Bildungsangebot befragt. Die Ergebnisse offenbaren Handlungsbedarf.
Präsentation von Dr. B. Johanna Funck, Universität Bremen