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Veranstaltung am 18. November: Menschen mit Behinderungen vor Gewalt schützen

Menschen mit Behinderungen erleben in ihrem Alltag mehr Gewalt als Menschen ohne Behinderungen – je nach Alter, Geschlecht und Beeinträchtigung doppelt bis vierfach so viel. Was können Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen tun, um Gewalt zu verhindern? Wie kann ein nachhaltiges Gewaltschutzkonzept entwickelt und umgesetzt werden? Wie können Menschen mit Behinderungen an der Entwicklung und Umsetzung beteiligt werden? Das sind einige der Fragen, die wir im Rahmen der Veranstaltung mit Expert*innen diskutieren möchten.

Gewalt kann offen und subtil ausgeübt werden und verschiedene Formen haben: verbal, körperlich, strukturell und sexualisiert. Und sie kennt nicht nur eine Richtung: In Wohneinrichtungen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen erleben die Betroffenen Gewalt von anderen Bewohner*innen und Beschäftigen und vom Personal.

Es tut sich immer mehr, um das zu ändern: Beratungs- und Unterstützungsstrukturen werden barrierefreier und in Wohneinrichtungen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gibt es eine verstärkte Auseinandersetzung mit dem Thema. Darüber hinaus gibt es auch in Werkstätten und Wohneinrichtungen immer mehr Frauenbeauftragte.

Seit Juni diesen Jahres sind Einrichtungen nun gesetzlich verpflichtet, geeignete Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt für Menschen mit Behinderungen zu treffen, dazu gehört insbesondere die Entwicklung und Umsetzung von Gewaltschutzkonzepten (§ 37a SGB IX). Damit sind viele Fragen verbunden: Wie kann ein nachhaltiges Gewaltschutzkonzept entwickelt und umgesetzt werden? Was muss es enthalten? Wie können Menschen mit Behinderungen an der Entwicklung und Umsetzung beteiligt werden? Was ist über ein Konzept hinaus nötig und sinnvoll?

Das möchten wir im Rahmen der Veranstaltung diskutieren. Neben Einrichtungen, die bereits Gewaltschutzkonzepte entwickelt haben, haben wir unter anderem Vertreter*innen vom PETZE-Institut für Gewaltprävention und vom Verein Starke.Frauen.Machen – Bundesnetzwerk der Frauenbeauftragten in Einrichtungen zur Diskussion eingeladen.

Die digitale Veranstaltung ist kostenfrei und wird in Gebärdensprache und Leichte Sprache übersetzt. Darüber hinaus gibt es Schriftmittlung.

Ablauf
Beginn: 13:00 Uhr

Moderation: Sandra Olbrich
Begrüßung und Grußwort

Vortrag: Gewaltschutzstrukturen für Menschen mit Behinderungen
Dr. Monika Schröttle, Universität Erlangen-Nürnberg
Link zur Studie

Podium: Gewaltschutzkonzepte
Martina Puschke, Weibernetz e.V.
Andreas Breuer, Die Ostholsteiner
N.N. Starke.Frauen.Machen e.V.

Pause

Podium: Vernetzung im Sozialraum, externe Unterstützungsstrukturen
Rita Schroll, Hessisches Koordinationsbüro für Frauen mit Behinderung
Ralf Specht und Julian Tepling, PETZE-Institut für Gewaltprävention gGmbH
Christa Mansky, Frauen-Notruf Wetterau e.V. (angefragt)

Schlusswort
Ende der Veranstaltung ca. 16:30 Uhr

Die Online-Veranstaltung wird mit Zoom durchgeführt. Den Link mit den Zugangsdaten erhalten Sie nach der Anmeldung.

Hier können Sie sich für die Veranstaltung anmelden.

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