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Gesundheitsforschung: Kabinett beschließt Rahmenprogramm

Das verabschiedete Rahmenprogramm soll die strategische Grundlage für die deutsche Gesundheitsforschung der kommenden zehn Jahre darstellen.

Das Rahmenprogramm soll dazu beitragen, dass es eine engere Zusammenarbeit zwischen der Gesundheitsversorgung und -forschung gibt. Hierfür möchte man u. a. darauf hinarbeiten, dass bis 2025 forschungskompatible, elektronische Patientenakten an allen deutschen Universitätskliniken verfügbar sein werden. Leitlinien der Gesundheitsforschung sollten sein, den Mensch in den Mittelpunkt zu stellen und personalisierte Medizin und Digitalisierung als Schlüssel für medizinischen Fortschritt zu nutzen. In der Public-Health-Forschung sollen Präventions- und Versorgungsmodelle auf verschiedene Bevölkerungsgruppen ausgerichtet werden. Die Kinder- und Jugendgesundheit soll hierbei ins Zentrum gerückt werden. Darüber hinaus möchte man Möglichkeiten zur Förderung der Gesundheit sozial benachteiligter Menschen aufzuzeigen und Modelle für eine bessere Versorgung auf dem Land entwickeln. Die Ausbreitung gefährlicher Infektionskrankheiten soll national und weltweit eingedämmt werden und Antibiotikaresistenzen reduziert werden. Auch eine stärkere Patientenbeteiligung im Rahmen von Forschungsprojekten soll gefördert werden. Hierbei wolle man beispielsweise die Bürgerforschung ("Citizen Science") nutzen. Bei diesem Modell werden Bürgerinnen und Bürger in die Entwicklung von Forschungsfragen und in die Messung und Meldung von Daten mit eingebunden. Es müsse noch beantwortet werden, wie Partizipation umfassend und nachhaltig in der Gesundheitsforschungslandschaft verankert werden könne.

Rahmenprogramm_Gesundheitsforschung.pdfRahmenprogramm_Gesundheitsforschung.pdf


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