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Dienstleistung für Mitglieder

Finanzierung sozialer Projekte, Dienste und Einrichtungen

Zwei Personen sitzen vor Papieren mit Zahlen und Laptops und besprechen etwas
Scott Graham/Unsplash
Ein wesentliches Merkmal des Paritätischen ist seine Funktion als Dienstleistungsverband für seine Mitglieder. Das bedeutet: Sie erhalten unter anderem Rat in fachlichen, rechtlichen und organisatorischen Fragen – sowie Hilfe bei der Finanzierung von Projekten.

Das Bundesförderprogramm: Kultur macht stark

Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend seit 2013 außerschulische Projekte der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche, die wenig Zugang dazu haben. 27 Programmpartner aus Bildung, Kultur und Sozialwesen setzen das Programm um und fördern lokale Projekte, die von Bündnissen für Bildung beantragt werden, oder führen diese gemeinsam mit lokalen Partnern durch. Hierfür stellt das Bundesministerium jährlich bis zu 50 Millionen Euro bereit und leistet damit einen Beitrag für mehr Bildungschancen in Deutschland. Mehr zum Programm und den Antragsmöglichkeiten erfahren Sie hier: www.buendnisse-fuer-bildung.de.

    Wie stelle ich einen Antrag?

    Alle wichtigen Informationen zur Antragstellung, Vorlagen für einzureichende Dokumente (wie den Finanzierungsplan), u.v.m. finden Sie:

    HIER
    Gerne beraten wir Sie vorab zur Antragstellung!

    Vorstellung Projektteam

    Für die Umsetzung des Paritätischen Förderkonzeptes ist ein Projektteam eingerichtet, das Interessierte bei der Antragstellung berät und begleitet.

    Bündnisse für Bildung – Kultur macht stark
    Der Paritätische Gesamtverband
    Tempelhofer Damm 156
    12099 Berlin

     

    Fachliche Begleitung der Bündnisse, Informationsveranstaltungen, Beratung, Antragsprüfung, Öffentlichkeitsarbeit, Qualitätsentwicklung:

    Antragsprüfung, Beratung, Öffentlichkeitsarbeit:

    Finanztechnische Antragsprüfung und Beratung, Finanzplanung, Controlling, Mittelweiterleitung, Nachweisführung:

    Einblicke in die geförderten Projekte vor Ort

    "Natur und Kunst verzaubern unsere Welt"

    Das Projekt „Natur und Kunst verzaubern unsere Welt“ richtet sich an Teilnehmende im Alter von 8 bis 18 Jahren und steht unter dem Thema Natur erkunden. Der LZE setzt zwei dreimonatige Kurse und vier fünftägige Ferienkurse um. Inhaltlich setzen sich die Kinder und Jugendlichen mit den Jahreszeiten sowie verschiedenen Naturmaterialien auseinander. Dabei kommen unter anderem Ton, Holz, Weide, Lehm und Filzwolle zum Einsatz. Darüber hinaus entstehen Naturkunstwerke, es wird mit Acrylfarben gemalt sowie Trocken- und Nassfilzen praktisch erprobt. Die Teilnehmenden entdecken Natur auf kreative Weise und entwickeln eigene gestalterische Arbeiten.  Auch dieses Projekt endet mit einer öffentlichen Präsentation der Ergebnisse.

    Welche Bedeutung hat das Projekt für Selbstvertrauen, soziale Kompetenzen oder Zukunftsperspektiven der Teilnehmenden?

    “Die Kinder erleben, dass ihre Ideen wertvoll sind. Gemeinsames Arbeiten stärkt Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Gegen Ende des Projektes hatten die Kinder schon alles vorbereitet, wenn ich kurz vor Beginn kam. Tische und Stühle standen bereit, die Materialien waren auf den Tischen verteilt.” - Frau Wollenhaupt

    „BauhausKINDER, ohne Grenzen, klares Design contra raue Kunst“

    Das Projekt „BauhausKINDER, ohne Grenzen, klares Design contra raue Kunst“ richtet sich an Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren und verbindet Kunst, Design und Architektur. Der LZE plant fünf dreimonatige Kurse sowie drei fünftägige Ferienkurse. Inhaltlich setzen sich die Teilnehmenden mit der Bauhaus-Designerin Marianne Brandt, ihrem Teeservice sowie den architektonischen Ideen von Walter Gropius auseinander. 

    In einer Architekturwerkstatt entwickeln die Jugendlichen eigene Zukunftsarchitekturen und fertigen einfache Möbelmodelle aus KAPA-Platten an. Die entstandenen Arbeiten werden im September 2026 im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung präsentiert. Darüber hinaus beschäftigt sich das Projekt mit den Themen Emotionen, Mimik und Ausdruck. Die Teilnehmenden setzen sich kreativ mit ihrer eigenen Wahrnehmung und Ausdrucksfähigkeit auseinander und verbinden gestalterische mit persönlichen Entwicklungsprozessen.

    Warum brauchen junge Menschen gerade jetzt zuverlässige Unterstützung?

    “Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer Zeit voller Unsicherheiten auf – geprägt von Krisen, Digitalisierung und gesellschaftlichen Veränderungen. Umso wichtiger sind Orte, an denen sie Gemeinschaft erleben, Kreativität entfalten und Selbstvertrauen entwickeln können. Wer jungen Menschen heute verlässliche Unterstützung gibt, stärkt nicht nur ihre persönliche Entwicklung, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt von morgen.” - Frau Budenz

    "Manege frei für Held*innen"

    Das Ferienprojekt „Manege frei für Held*innen“ richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren und steht unter dem Schwerpunkt Zirkuspädagogik. Der LZE plant eine Ganztagesveranstaltung, zwei dreimonatige Kurse sowie sechs fünftägige Ferienkurse.

    Inhaltlich beschäftigen sich die Teilnehmenden mit den Fragen:

    * Was macht Heldinnen und Helden aus?

    * Welche Helden begegnen uns im Alltag?

    * Welche Stärken und “Superkräfte” tragen wir selbst in uns?

    Die Themen werden durch verschiedene Zirkusdisziplinen wie Parkour, Akrobatik, Tanz etc. umgesetzt. Besonders hervorzuheben ist, dass ältere Jugendliche Verantwortung übernehmen und als Workshopleitungen eingebunden werden. Dadurch werden neben kreativen und sportlichen Fähigkeiten auch Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein gefördert. 

    Während unseres Projektbesuchs führten wir zudem kurze Interviews mit einzelnen Teilnehmenden, um persönliche Einblicke am Projekt zu erhalten. Der Teilnehmer Colin (14 Jahre) berichtete, dass er bereits seit mehreren Jahren an den Angeboten teilnimmt. Auf die Frage, warum er immer wieder dabei ist, antwortete er, dass ihm in den Ferien sonst langweilig wäre und ihm die Angebote viel Spaß machen. Die elfjährige Mia nimmt ebenfalls bereits seit mehreren Jahren an den Ferienprojekten des LZE teil. Besonders gefallen ihr die abwechslungsreichen Workshops. Sie berichtete, dass sie bereits mehrfach an Angeboten wie dem Einradfahren sowie der Kugelbalance teilgenommen hat und sich jedes Jahr auf die neuen Programmpunkte freut.

    Am Ende jedes Workshoptages kommen alle Gruppen zusammen und präsentieren vor den anderen TN kurz, was sie an dem Tag gelernt haben. Die Projektleiterin erzählte uns, dass dies der Vorbereitung auf die Abschlussveranstaltung und dem großen Auftritt vor viel Publikum dient. Die TN lernen mit ihrer Nervosität umzugehen und sich an Applaus zu gewöhnen. Beeindruckend zu sehen war, welch ein Zusammengehörigkeitsgefühl durch die Einstudierung und das Singen eines gemeinsamen „Superhelden“ Songs entstanden ist.

    Gibt es Momente oder Geschichten, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?

    • "In einem Jahr sagte ein Lehrer nach der Show, dass er ein Kind, was erst seit ein paar Monaten in Deutschland lebte, zum ersten Mal lachen gesehen hat.
    • Ein Jugendlicher, erzählte, dass er eigentlich gar nicht zum Zirkus wollte. Dann hat es ihm aber so gut gefallen, dass er inzwischen Zirkus-Helfer ist und fragt, wie man Zirkuspädagoge werden kann.
    • Ein anderer Jugendlicher hat ein dreiviertel Jahr die Schule verweigert und hat es auch nachmittags nicht in den Jugendclub geschafft. Als der Zirkus da war, kam er jeden Tag pünktlich, war motiviert und zuverlässig.
    • Aus dem Zirkusprojekt wächst zunehmend ein eigenständiges Zirkusangebot im Jugendclub Haus. Inzwischen fahren viele Kinder frei und sicher Einrad und können zahlreiche Tricks mit dem Diabolo. Das Interesse an Zirkus ist groß und in den nächsten Jahren soll das eigenständige Angebot mithilfe der jugendlichen Zirkus-Helfer*innen gefestigt werden." - Frau Barta

    „Zurück ins Mittelalter - Wie lebten die Menschen im Mittelalter in und um Jena?“

    Das aktuelle Projekt „Zurück ins Mittelalter - Wie lebten die Menschen im Mittelalter in und um Jena?“ richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren und vermittelt die Alltagskultur des Mittelalters durch praktische Erfahrungen. Der LZE plant die Durchführung von vier dreimonatigen Formaten sowie elf fünftägigen Ferienkursen. Die Teilnehmenden setzen sich kreativ mit den Lebenswelten des Mittelalters auseinander und lernen Unterschiede zwischen dem Leben auf dem Land und in der Stadt kennen. Schwerpunkte des Projekts sind handwerkliche Arbeiten mit Holz, Leder, Stoff und Eisen. Dabei entstehen eigene Werkstücke, beispielsweise Lederbeutel, Lederarmbänder, Kissen oder Anhänger aus Knete. Das Projekt verbindet historisches Lernen mit kreativem Arbeiten und ermöglicht den Teilnehmenden, Geschichte aktiv zu erleben. 

    Warum haben Sie sich für den Paritätische Gesamtverband als Programmpartner entschieden?

    “Wir sind als Verein Mitglied im Paritätischen Thüringen und fühlen uns dort gut aufgehoben. Damit lag die Wahl des Paritätischen Gesamtverbandes als Programmpartner nahe. Durch die nunmehr sieben Jahre gemeinsamer Arbeit ist eine solide und vertrauensvolle Basis entstanden, die wir nicht mehr missen möchten." - Herr Seidemann

    „Ich spreche (über) alles (Un)Mögliche” – Buchwerkstatt

    In diesem mehrtägigen Ferienworkshop stellte jedes Kind sein eigenes künstlerisches Originalbuch her. Dazu gehörten viele Schritte: Ideen finden, Texte schreiben, Bildskizzen zeichnen, ein gestalterisches Probebuch erstellen, in die endgültigen Buchbögen schreiben, zeichnen und malen, den Umschlag besonders gestalten und zum Schluss das Buch zusammennähen. Die Kinder lernen einige Grundlagen über Bücher. Was beinhaltet jedes Buch, zum Beispiel einen Titel, einen Innentitel und ein Impressum. 

    „Kultur macht stark“ war in den letzten Jahren unser wichtigster Förderer, das Programm ist gut konzipiert, die Antragstellung und Projektabwicklung sind perfekt organisiert.", Frau Johne