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Rentenpolitik: Paritätischer fordert Abschaffung der Riester-Rente

Pressemitteilung
Erstellt von Gwendolyn Stilling

Pressemeldung vom 02.10.2020

Scharfe Kritik übt der Paritätische Wohlfahrtsverband an dem Vorhaben der Bundesregierung, das gescheiterte Modell der Riester-Rente durch diverse Einzelmaßnahmen zu reformieren. Notwendig ist nach Ansicht des Verbandes stattdessen ein grundsätzlicher rentenpolitischer Kurswechsel, mit dem die gesetzliche Rentenversicherung gestärkt und armutsfest gemacht wird.

“Riester ist gefloppt und ein rentenpolitischer Zombie, der auch nicht dadurch reanimiert werden kann, dass man schlechtem Geld noch gutes Steuergeld hinterher wirft”, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, die öffentlich gewordenen Pläne der Union, die Riester-Förderung durch höhere Steuerzuschüsse auszuweiten und damit faktisch unrentable Produkte bzw. Anlagen staatlich zu fördern. “Selbst eine noch so gute Bezuschussung durch Steuergeld ändert nichts daran, dass das Riester-Modell nur einen richtigen Gewinner kennt, und das ist die Versicherungswirtschaft.”

Der Paritätische fordert die Abschaffung der Riester-Rente, das heißt die sofortige Einstellung jeglicher Förderung neuer Vertragsabschlüsse, und einen rentenpolitischen Kurswechsel. Die gesetzliche Rentenversicherung müsse stabilisiert werden u.a. durch den konsequenten Ausbau zu einer Erwerbstätigenversicherung, die endlich alle Erwerbstätigen, also auch Beamt*innen, Politiker*innen und Selbständige, einbezieht. Der Verband fordert zudem eine Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent. “Die gesetzliche Rentenversicherung ist das pulsierende Herzstück des deutschen Sozialstaats und ein Erfolgsmodell. Es wird Zeit, dass die Bundesregierung einsieht, dass die Versuche zur Privatisierung des Rentenrisikos allesamt weitgehend gescheitert sind. Statt in die private Versicherungswirtschaft zu investieren, muss die gesetzliche Rentenversicherung gestärkt und endlich armutsfest gemacht werden”, so Schneider.

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Unser aktuelles Verbandsmagazin: Ankommen und Willkommen

Flucht und Migration ist Teil der Menschheitsgeschichte. Seitdem es Menschen gibt, sind sie mobil und wechseln mal freiwillig, mal unfreiwillig ihren Wohnort. Und Menschen, die in einer fremden Umgebung ankommen, benötigen oft Hilfe bei den ersten Schritten und der Orientierung, sei es bei der Wohnungssuche, Behördengängen, dem Erlernen der Landessprache oder einfach mit einem offenen Ohr für Probleme.

Und hier kommt die Wohlfahrt ins Spiel. Hunderte unserer Mitgliedsorganisationen helfen Migrant*innen und Geflüchteten bei der Ankunft in Deutschland. Viele von ihnen sind selbst von Migrant*innen gegründet worden, die Wert darauf legen, für sich selbst zu sprechen und sich selbst zu organisieren.

Es ist Teil unseres Paritätischen Selbstverständnisses, für alle Menschen unabhängig von Hautfarbe und Herkunft da zu sein. In Zeiten zunehmender Fremdenfeindlichkeit wird das immer schwieriger, aber wir erleben auch, wie wichtig unsere Arbeit ist und wieviel sie bewirken kann.

Davon handelt das neues Mitgliedermagazin. Wir sprachen mit Menschen und Organisationen, die jeden Tag mit viel Engagement Menschen helfen, in Deutschland anzukommen und Fuß zu fassen. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre.

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