Sozialabbau stoppen!

Es drohen drastische soziale Kürzungen - wir stellen uns dagegen!
Bund, Länder und Kommunen diskutieren radikale Einschnitte bei sozialen Leistungen. Gespart werden soll ausgerechnet da, wo Unterstützung unverzichtbar ist: bei Kindern und Jugendlichen, bei Menschen mit Behinderungen – bei Millionen Menschen und ihren Familien.
Nach lautstarkem Protest werden einige der ursprünglich geplanten Kürzungen nicht mehr vorangetrieben. Doch Entwarnung gibt es nicht. Die Regierungschef*innen der Länder und der Bundeskanzler haben sich im Juni auf erhebliche Einschnitte geeinigt: So soll die individuelle Schulbegleitung zur Ausnahme werden, das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen eingeschränkt, die Nachbetreuung junger Erwachsener aus der Jugendhilfe abgeschafft und der Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende zusammengestrichen werden. Manche Vorschläge widersprechen offen der UN-Behindertenrechtskonvention und der UN-Kinderrechtskonvention.
Der Paritätische Gesamtverband hat die aktuellen Kürzungspläne bei Kindern, Familien und Menschen mit Behinderungen hier ausgewertet. Mit 37 Vorschlägen für echte Einsparpotenziale hat der Verband zudem gezeigt, wie der Sozialstaat effizienter und gerechter werden kann, ohne Benachteiligte zu belasten. Bereits im April 2026 hatte der Paritätische die ursprüngliche Streichliste öffentlich gemacht und damit eine bundesweite Debatte angestoßen.
Unverzichtbare Hilfen werden infrage gestellt. Ein solcher Sozialabbau wäre ein Dammbruch. Auch bei Rente, Pflege, Wohnen und Gesundheit stehen harte Einschnitte im Raum – auf Kosten ohnehin Benachteiligter. Das werden wir nicht hinnehmen. Dagegen braucht es jetzt Widerspruch und gemeinsamen Druck!
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Argumente gegen den Sozialabbau
Ob im Gespräch mit Politiker*innen, Journalist*innen, Kolleg*innen oder anderen: Mit unseren Hintergrundinformationen bist du bestens vorbereitet.

37 Vorschläge für echte Einsparpotenziale
Als Antwort auf die laufende Reformdebatte zeigt der Paritätische Gesamtverband in einem neuen Vorschlagspapier, wie der Sozialstaat effizienter und gerechter werden kann, ohne Benachteiligte zu belasten.
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Auswertung der aktuellen Kürzungspläne
Beim Treffen der Regierungschefinnen und -chefs der Länder mit dem Bundeskanzler am 25. Juni 2026 standen Kürzungspläne für die Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und beim Unterhaltsvorschuss auf der Agenda. Der Paritätische Gesamtverband hat die Beschlüsse ausgewertet.
Auswertung herunterladenWeitere Aktionen
Bundesweite Demonstrationen für einen starken Sozialstaat am 26. September
Am 26. September 2026 organisiert der DGB in 15 Städten Demonstrationen und Kundgebungen für einen starken Sozialstaat. Der Paritätische unterstützt gerade in diesen Zeiten die Forderungen nach einem Sozialstaat, der Sicherheit schafft und niemanden zurücklässt. An vielen Orten sind die Paritätischen Landesverbände an der Organisation und auf den Bühnen beteiligt. Für den Paritätischen Gesamtverband wird Katja Kipping auf der Kundgebung in Leipzig sprechen.
In folgenden Städten finden am 26. September Demonstrationen statt:
- Berlin, IG-Metall-Haus, 12 Uhr, Abschluss am Roten Rathaus
- Bremen, Auftakt an den Neustadtswallanlagen (neben dem Südbad), 10 Uhr; Kundgebung Bürgerweide 12 Uhr
- Erfurt, Hauptbahnhof 10 Uhr
- Essen, Burgplatz 11 Uhr
- Frankfurt (Main), Willy-Brandt-Platz 11 Uhr; Kundgebung Opernplatz 13 Uhr
- Freiburg, Stühlinger Kirchplatz, 12 Uhr
- Hamburg, Demo am Heidi-Kabel-Platz (Hauptbahnhof) 10:30 Uhr; Kundgebung am Rathausmarkt 11:55 Uhr
- Hannover, Demo Waterlooplatz 11:30 Uhr; Kundgebung Georgsplatz 12:30 Uhr
- Kiel, Rathausplatz 11:55 Uhr
- Leipzig, Kundgebung am Simsonplatz 12:00 Uhr, DGB-Zubringerdemo: ab Volkshaus 10:30 Uhr; Zubringerdemo Bündnisse: ab Johannisplatz 10:30 Uhr
- Magdeburg, Willy-Brandt-Platz 11 Uhr
- Nürnberg, Kornmarkt 12 Uhr
- Rostock, Demonstration 11:55 vom Gewerkschaftshaus (August-Bebel-Straße 89) zum Kröpeliner Tor, Kundgebung Kröpeliner Tor 13 Uhr
- Saarbrücken, Demo am Bürgerpark 11 Uhr; Kundgebung am Schlossplatz 12 Uhr
- Stuttgart, Schlossplatz 11:55 Uhr

Petition: Unterhaltsvorschuss nicht streichen!
Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) fordert mit einer Petition:
- Keine Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss
- Unterhaltsvorschuss für alle Kinder von Alleinerziehenden – auch wenn Sozialleistungen bezogen werden
- Kindergeld lediglich hälftig auf den Unterhaltsvorschuss anrechnen






