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Projekt

Nachhaltig satt – Ressourceneffizient verpflegen in der Sozialen Arbeit

Nahaufnahme einer Salatbar mit Edelstahlbehältern, gefüllt mit verschiedenen frischen Zutaten: grüne Bohnen, Spinatblätter, Kirschtomaten, weiße Bohnen, gelbe Maiskörner sowie rote Paprikastreifen und Pilze. In einigen Behältern liegen Servierzangen.
Jonathan Borba/Unsplash

Warum nachhaltige Ernährung in sozialen Einrichtungen wichtig ist 

Was wir essen und wie es hergestellt wird, beeinflusst nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch Klima, Natur und Ressourcenverbrauch. Ernährung ist daher nicht nur ein privates Thema, sondern spielt auch in der Sozialen Arbeit eine zentrale Rolle. 

Täglich essen rund 17 Millionen Menschen in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung – von Kitas, Schulen und Pflegeheimen bis hin zu Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Einrichtungen für Wohnungslose und Geflüchtete, Kantinen und Mensen. 

Im Projekt „Klimaschutz in der Sozialen Arbeit stärken“ des Paritätischen Gesamtverbandes (2021–2024) zeigte sich:

Ein erheblicher Teil der Treibhausgasemissionen in sozialen Einrichtungen entsteht durch die Verpflegung. Damit wird deutlich – eine nachhaltige Umstellung der Gemeinschaftsverpflegung ist ein entscheidender Hebel für mehr Klimaschutz in der Sozialen Arbeit. 

Ziel: Ressourceneffizient und klimagesund verpflegen 

Das Folgeprojekt „Nachhaltig satt – Ressourceneffizient verpflegen in der Sozialen Arbeit“ (Förderkennzeichen 67KF0213) wird über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert.

Projektlaufzeit: 01. Oktober 2025 bis 30. September 2028.

Das Ziel:

Soziale Einrichtungen dabei unterstützen, ihre Gemeinschaftsverpflegung ressourcenschonend, regional, saisonal und klimagesund zu gestalten – ohne auf Geschmack und Nährstoffe zu verzichten. 

Die Grundlage bilden die Planetary Health Diet und die Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). 

So entsteht ein Ernährungskonzept, das Gesundheit, Genuss und Klima- und Ressourcenschutz miteinander verbindet. 

Angebote im Projektzeitraum 

Das Projekt bietet von 2025 bis 2028 zahlreiche Online- und Präsenzangebote, u. a. zu folgenden Themen: 

  • Planetary Health Diet und nachhaltige Speiseplanung 

  • Umstellung auf Leitungswasser statt Flaschenwasser 

  • Ernährungsbildung und Bewusstseinsförderung 

  • Praxisnahe Umsetzungsstrategien für Küchen und Träger 

  • Vernetzung mit Akteur*innen der Ernährungswende 

Engmaschige Begleitung von Kitas und Schulen 

Bundesweit werden 30 Kindertageseinrichtungen und Schulen intensiv bei der Umstellung ihrer Verpflegung begleitet. 

Der Prozess umfasst: 

  • CO₂-Bilanzierung der aktuellen Verpflegung 

  • Zielformulierung und Maßnahmenplanung 

  • Schulungen für Mitarbeitende 

  • Reflexions- und Evaluationsgespräche 

  • Abschluss mit einer klimagesunden Feier vor Ort 

  • Vernetzung mit weiteren Akteur*innen der Ernährungswende 

Gemeinsam für eine klimagesunde Zukunft 

Mit „Nachhaltig satt“ stärken wir die Nachhaltigkeit in der Sozialen Arbeit und leisten einen Beitrag zur Ernährungswende. 

Denn eine ressourceneffiziente und gesunde Verpflegung schützt nicht nur das Klima – sie fördert auch das Wohlbefinden aller Menschen, die täglich in sozialen Einrichtungen essen.

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