Zum Hauptinhalt springen
hier klicken um zum Inhalt zu springen
Themenoffensive

#EchtGut – Vorfahrt für Gemeinnützigkeit

Grafik zeigt diverse gut gelaunte Menchen unterschiedlichen Alters, Geschlechts und unterschiedlicher Haar- und Hautfarbe.
Designed by pikisuperstar / Freepik
Der Paritätische und seine zahlreichen Mitgliedsorganisationen aus dem Sozial- und Gesundheitsbereich sichern den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Eine wichtige Stütze ist das Prinzip der Gemeinnützigkeit: Gewinne fließen nicht in die Taschen einzelner, sondern gehen dorthin, wo sie gebraucht werden. Wir fordern von der Politik: Vorfahrt für Gemeinnützigkeit gegenüber Profitstreben und Verstaatlichung! Hier informieren wir aktuell über unsere Aktivitäten im Rahmen der Themenoffensive "Vorfahrt für Gemeinnützigkeit!"

Aktuelles zu "Vorfahrt für Gemeinnützigkeit"

Echt gut. Vorfahrt für Gemein-Nützigkeit. Infos in Leichter Sprache.

Zu Beginn dieses Jahres startete der Paritätische Gesamtverband die Themenoffensive #EchtGut – Vorfahrt für Gemeinnützigkeit. Infos zu der Aktion gibt… weiterlesen


Neuigkeiten zum „Vorfahrt für Gemeinnützigkeit – Not For Profit-Gipfel 2022“ am 1. Juli 2022

Auf dem Not For Profit-Gipfel am 1. Juli 2022 diskutieren wir, wie eine alternative, am Gemeinwohl orientierte Form der Daseinsvorsorge und des… weiterlesen


Kurzvideo-Aktionsworkshop zur Themenoffensive "#EchtGut – Vorfahrt für Gemeinnützigkeit" am 4. Mai 2022: #EchtGut auf Instagram und TikTok

Ein Weg, um sich Gehör im Netz zu schaffen, sind Kurzvideos auf Instagram und TikTok. Wir wollen Kompliziertes schnell und einfach erklären. Wir… weiterlesen

Was ist Gemeinnützigkeit und warum machen wir uns dafür stark?

Kompakt erklärt: Was ist Gemeinnützigkeit? Und warum setzen wir uns gerade jetzt mit aller Kraft dafür ein?

Die Freie Wohlfahrtspflege erfüllt wichtige Aufgaben des Sozialstaates in Deutschland. Sie umfasst die Gesamtheit sozialer Hilfen zur Unterstützung von notleidenden Menschen, die auf gemeinnütziger Grundlage erbracht werden.

Gemeinnützige Organisationen der Wohlfahrtspflege unterscheiden sich von staatlichen und gewerblichen Anbietern. Sie sind die lebendige Zivilgesellschaft in ihrer organisierten Form. Gemeinnützige Organisationen werden in unterschiedlichen Rechtsformen betrieben (zumeist in der Rechtsform des eingetragenen Vereins, aber auch der gemeinnützigen GmbH, der Genossenschaft, Aktiengesellschaft und der Stiftung). Die Gemeinnützigkeit ist ein besonderer steuerrechtlicher Status, der mit Rechten und Pflichten verbunden ist. Gemeinnützigen Organisationen kommt das Recht zu, von bestimmten Steuern befreit zu sein. Ein weiteres Recht von gemeinnützigen Organisationen ist, dass sie Spenden erhalten dürfen und hierzu Spendenquittungen ausstellen können, die wiederum den Spender steuerlich begünstigt.

Eng mit diesen Rechten sind eine ganze Reihe von Pflichten verknüpft ([1]): Gemeinnützige Organisationen dürfen keine Gewinne an Einzelne ausschütten, sondern es wird in die Gesellschaft investiert. Ihre Satzung muss der Mustersatzung aus der Abgabenordnung entsprechen, die der Gesetzgeber vorgibt, und die Satzung muss einen gemeinnützigen Zweck erfüllen. Dies geschieht dann, wenn ihre Tätigkeit darauf ausgerichtet ist, die Allgemeinheit zu fördern. Dazu gehört, dass sie nicht in erster Linie sich selbst fördern darf. Dies nennt man das Prinzip der Selbstlosigkeit. Die Mittel einer gemeinnützigen Organisation sind zweckgebunden und dürfen nur für den Satzungszweck verwendet werden, zudem müssen die Mittel grundsätzlich zeitnah für den satzungsmäßigen Zweck verwendet werden. 

Die Arbeit der gemeinnützigen Wohlfahrtspflege ist – anders als bei gewerblichen Anbietern – nicht von der Gewinnmaximierung motiviert, sondern von Werten wie Vielfalt, Miteinander und Diversität. Das Ziel ist es nicht, Kennzahlen zu erfüllen, sondern die Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft zu fördern und bei der Bewältigung von sozialen Krisen zu helfen.

In der Freien Wohlfahrtspflege wie z. B. in den Mitgliedsorganisationen des Paritätischen engagieren sich Menschen in der Selbsthilfe und für andere, in der Sozialen Arbeit, im Gesundheits- und Pflegebereich und in zahlreichen anderen Arbeitsfeldern. Sie sind z. B. vor Ort in der Nachbarschaftshilfe, in Frauenhäusern, in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und in Suchtberatungsstellen aktiv oder helfen Jugendlichen in Not oder Geflüchteten bei der Integration. Sie sind zentraler Ort des bürgerschaftlichen Engagements, der Hilfsbereitschaft und der sozialen Innovationen.

Für das Zusammenwirken zwischen dem Staat und den Trägern der Wohlfahrtspflege im Sozialstaat ist das so genannte „Subsidiaritätsprinzip“ grundlegend, welches sich historisch herausgebildet hat. Als Ausdruck von Freiheit und Emanzipation der Bürger*innen gegenüber dem Staat bedeutet es, dass Hilfe immer vorrangig von den Bürger*innen selbst organisiert wird, wenn sich Menschen finden, die bereit dazu sind. Der Staat soll dafür die Grundlagen, insbesondere die Finanzierung, sichern. Als übergeordnete Instanz soll der Staat nur dann selbst soziale Dienstleistungen erbringen, wenn andere dazu nicht in der Lage sind. Der Subsidiaritätsgrundsatz sichert Vielfalt in den Angeboten und damit das freie Wunsch- und Wahlrecht hilfesuchender Bürger*innen.

Deshalb ist in den Sozialgesetzbüchern ein Vorrang gemeinnütziger Dienste bei der Erfüllung von sozialstaatlichen Aufgaben festgeschrieben.

Leider wurde dieser Vorrang zunehmend auf gewerbliche Anbieter ausgedehnt, weshalb sich zunehmend nach Profitinteressen strebende Anbieter in der Pflege, der Gesundheitsversorgung oder in anderen sozialen Bereichen finden, wo gewinnwirtschaftliche Interessen nichts verloren haben. Der Grundsatz gerät auch durch den Staat selbst unter Druck, indem er Kosten sparen will und soziale Dienstleistungen selbst anbieten möchte.

Die gemeinnützige Wohlfahrtspflege leistet einen unverzichtbaren Beitrag für den sozialen Zusammenhalt und die Minderung sozialer Problemlagen in Deutschland. Sie bündelt, organisiert und fördert Engagement in aller Vielfalt und ermöglicht gesellschaftliches Engagement in demokratisch verfassten Vereinen. Gemeinnützige Akteure sind flexibler als staatliche und verlässlicher als gewerbliche Akteure in der Lösung von Problemen, weil der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen, nicht Massenverwaltungstauglichkeit oder Renditeorientierung. Gemeinnützige Akteure der Wohlfahrtspflege erbringen Leistungen dort, wenn und wie sie gebraucht werden – passgenauer als es Verwaltung je könnte und unabhängig davon, ob sich damit Gewinn und Profit machen lassen.

Die Anerkennung einer Organisation als gemeinnützig ist und bleibt ein wichtiges Gütesiegel, das garantiert, dass keine Profite ausgeschüttet werden.

Die Gemeinnützigkeit ist eine unerlässliche Grundlage für das freiwillige Engagement von hunderttausenden Bürger*innen im Paritätischen und darüber hinaus.

#EchtGut – Vorfahrt für Gemeinnützigkeit


[1] Die Grundstrukturen des Gemeinnützigkeitsrechts – Beschränkung auf Körperschaften, Definition der steuerbegünstigten Zwecke, Ausschließlichkeitsgrundsatz, Gewinnausschüttungs- und Begünstigungsverbot, Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung und satzungsgemäßes Handeln – prägen die Arbeit von gemeinnützigen Organisationen.

 

8 echt gute Gründe für Gemeinnützigkeit

Wir sind weder staatlich, noch gewerblich - wir sind lebendige Zivilgesellschaft in ihrer organisierten Form. Bei uns engagieren sich Menschen in der Selbsthilfe und für andere, in der Sozialen Arbeit, im Gesundheits- und Pflegebereich und in zahlreichen anderen Arbeitsfeldern. Wir sind zentraler Ort bürgerschaftlichen Engagements, sozialer Innovationen und gelebter Demokratie. Wir sind offen für alle, die mit uns etwas gestalten wollen: Wir bündeln, organisieren und fördern Engagement in aller Vielfalt.

Demokratie lebt vom Selbstgestaltungswillen und dem Engagement der Menschen vor Ort. Wir ermöglichen gemeinnütziges Engagement in demokratisch verfassten Vereinen und Initiativen. Wir arbeiten dabei inklusiv und fördern Vielfalt und Diversität. Wir tragen damit ganz praktisch zum politischen und sozialen Zusammenhalt dieser Gesellschaft bei.

Wir glauben an den Selbstgestaltungswillen, die Vielfalt und die Fantasie der Menschen und geben ihnen Raum zur Entfaltung. Für uns ist das Nebeneinander verschiedener Träger, Konzepte und Vielfalt in der sozialen Arbeit ein Wert an sich. Wir brauchen keine Konkurrenz, um kreativ und innovativ zu sein. Unsere Motivation speist sich aus Partizipation und Miteinander, nicht aus Wettbewerb und Konkurrenz.

Weil bei uns der Mensch und seine Bedürfnisse und Bedarfe im Mittelpunkt stehen, nicht Massenverwaltungstauglichkeit oder Renditeorientierung, sind wir flexibler als staatliche und verlässlicher als gewerbliche Akteure. Als gemeinnützige Akteure erbringen wir Leistungen, dort, wenn und wie sie gebraucht werden - passgenauer als es Verwaltung je könnte und unabhängig davon, ob sich damit Gewinn und Profit machen lassen. 

Betriebswirtschaftlich zu haushalten und Mittel effizient einzusetzen, ist für uns eine Selbstverständlichkeit, aber: Unser Ziel ist nicht die Gewinnmaximierung, sondern eine Gesellschaft, an der alle teilhaben. Gemeinnützigkeit heißt: Wir schütten keine Gewinne an Einzelne aus, sondern investieren in die Gemeinschaft. Die Grundstrukturen des Gemeinnützigkeitsrechts – Beschränkung auf Körperschaften, Definition der steuerbegünstigten Zwecke, Ausschließlichkeitsgrundsatz, Gewinnausschüttungs- und Begünstigungsverbot, Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung und satzungsgemäßes Handeln – prägen die Arbeit von gemeinnützigen Organisationen.

Wir orientieren uns an Menschen, nicht an Kennzahlen. Und das ist etwas, das uns gewerblichen Akteuren überlegen macht. Es gibt Bereiche, in denen haben Profitinteressen einfach "nichts verloren". Der Vermarktlichung Sozialer Arbeit, Pflege und Gesundheitsversorgung aber auch anderer für die Menschen zentrale Bereiche wie etwa Wohnen oder Mobilität treten wir daher entschlossen entgegen. 

 

Ja, es ist richtig: Wir  sind häufig genau da, wo der Staat nicht helfen kann oder die Profitwirtschaft nicht helfen will und versagt. Aber: Gemeinnützige Organisationen sind keine bloßen Lückenbüßer, sondern eine eigenständige echte alternative Form des Wirtschaftens. Wir haben gute Konzepte und Ideen und sollten immer dort Vorrang haben, wo wir bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Das Subsidiaritätsprinzip bedeutet nicht: Hilfe soll von denen organisiert werden, die am günstigsten sind. Sondern: Hilfe sollte immer dann von Bürger*innen selbst organisiert werden, wenn sich Menschen finden, die bereit dazu sind. Es gibt gute Gründe, dass der Staat nicht alles selber macht, sondern insbesondere die Grundlagen schafft, damit die Bürger*innen die Gestaltung des Sozialen in die eigenen Hände nehmen können. Rekommunalisierungsbestrebungen, die häufig vor allem auf Kostenminimierung zu zielen scheinen, beobachten wir daher mit großer Sorge. Wir halten dagegen die Kraft, Kreativität und Flexibilität bürgerschaftlichen Engagements.

Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, dass Wirtschaft und Gesellschaft in nie dagewesener Weise vernetzt und verstrickt sind und welche zentrale Rolle gemeinnützige Akteure in der Bewältigung von Krisen spielen. Wir tragen durch unsere Präsenz und Arbeit vor allem aber auch zu Krisenprävention und gesellschaftlicher Resilienz bei. Eine echte sozial-ökologische Transformation, die alle mitnimmt und keine*n zurücklässt, wird nur mit und auf keinen Fall gegen uns gelingen. Wir fördern die internationale Zusammenarbeit und tragen dazu bei, den sozialen und ökologischen Wandel unter Bedingungen der fortlaufenden Globalisierung aktiv mitzugestalten. Wir nutzen die Potenziale unserer in der gesamten Republik auch in den kleinsten Gemeinden vertretenen Dienste und Einrichtungen, um Klimaschutzmaßnahmen in der Fläche umzusetzen. Soziale und ökologische Nachhaltigkeit sind keine Gegensätze, sie gehören zusammen.

Gemeinnützige Organisationen arbeiten häufig unter schwierigen Bedingungen. Probleme, die in der Praxis auftauchen, liegen aber nicht in dem Konzept der Gemeinnützigkeit selbst, von dem wir aus vollem Herzen überzeugt sind. Was mitunter an Vorschlägen zur Schaffung neuer "gemeinwohlorientierter" Rechtsformen oder neuer Möglichkeiten zum "Ausstieg aus der Gemeinnützigkeit" diskutiert wird, dient am Ende letztlich nur Individualinteressen und würde zu einer Schwächung vorhandener leistungsfähiger Strukturen führen.

Gemeinnützige Organisationen werden in unterschiedlichen Rechtsformen betrieben (Verein, Stiftung, Kapitalgesellschaft, Genossenschaft). Eine Beschränkung auf eine bestimmte Rechtsform oder die Einführung einer neuen Rechtsform ist nicht erforderlich. Wer Engagement für das Gemeinwohl fördern will, sollte gemeinnützige Strukturen stärken.

Das A und O ist dabei letzten Endes die verlässliche Finanzierung. Die Anerkennung einer Organisation als gemeinnützig ist und bleibt ein wichtiges Gütesiegel, das garantiert, dass keine Profite ausgeschüttet werden. Sie ist eine unerlässliche Grundlage für das freiwillige Engagement von hunderttausenden Bürgerinnen und Bürgern im Paritätischen und darüber hinaus.

Selbst aktiv werden!

Auf einem Tisch liegen Malfarben und Stifte sowie ein Malblick mit einem bunten Fragezeichen.

Kreativwettbewerb: "Die Gemeini und das Vielnütz"

Der Paritätische Gesamtverband und UNION Versicherungsdienst GmbH laden zum Kreativwettbewerb ein: Gesucht werden zwei Maskottchen mit dem Namen "Gemeini" und "Vielnütz".

Mitmachen können alle interessierten Organisationen, Einrichtungen, Mitarbeiter*innen und ehrenamtlich Engagierte im Paritätischen. Zu gewinnen gibt es mit freundlicher Unterstützung von UNION Versicherungsdienst GmbH  3 x 1.000 Euro für die Arbeit der einreichenden Organisationen. Darüber hinaus werden wir die besten Vorschläge als Figuren in einem animierten Trickfilm zum Thema Gemeinnützigkeit “auftreten” lassen.

Schickt uns Bilder und macht mit beim Kreativwettbewerb: Ob Zeichnung, gemeinschaftliche Collage, Skulptur oder Knetfigur - was immer Ihnen und Euch an Material zusagt, lasst der Fantasie freien Lauf und schickt uns bis zum 30. Juni 2022 ein Bild von den beiden: Die Gemeini und das Vielnütz!

Sharepics zum Download: 8 echt gute Gründe für Gemeinnützigkeit

  • Der einfachste Weg mit zu mischen: Wir freuen uns über deine Likes, Shares und Kommentare auf unseren Kanälen auf Twitter, Facebook oder Instagram.
  • Oder du nutzt unsere Sharepics im Quadratformat für Facebook und Instagram und im Querformat für Twitter.
  • Als Hashtag empfehlen wir: #EchtGut, #VorfahrtFürGemeinnützigkeit und für Mitgliedsorganisationen #WirSindParität
  • Debatten in den Sozialen Medien können manchmal ziemlich hitzig werden, wir bitten dich, unsere Netiquette zu beachten.
  • Nutze gerne auch unseren Erklärtext oder "8 gute Gründe für Gemeinnützigkeit".
Sharepics in verschiedenen Formaten

Paritätische Positionen und Dokumente zum Thema Gemeinnützigkeit

Verbandsmagazin 2|2022: Vorfahrt für Gemeinnützigkeit

Gemeinnützigkeit heißt: Gewinne fließen nicht in die Taschen einzelner, sondern gehen dorthin, wo sie gebraucht werden. Deswegen fordern wir: Vorfahrt für Gemeinnützigkeit! Zum Start unserer neuen Kampagne #EchtGut beschäftigt sich unser zweites Verbandsmagazin im Jahr 2022 mit der gemeinnützigen Arbeit unserer Mitglieder. Wir haben Einrichtungen besucht, in denen sich jede*r den Besuch leisten kann, die von Verdrängung bedroht sind und die kreativ arbeiten. Dass das nicht immer leicht ist, mussten wir auch öfter erfahren. Unsere Interviewpartner*innen erzählen uns, warum Gemeinnützigkeit sich trotzdem lohnt und warum sie in der Flüchtlingshilfe, in der Frauen- und Lesbenarbeit, in der Pflege oder in ihrem Landesverband aktiv sind und warum sie es gern tun.

Magazin lesen

Paritätisches Positionspapier "Mensch statt Markt"

Im Positionspapier "Mensch statt Markt" fordert der Paritätische Gesamtverband den Vorrang für Selbstorganisation und Gemeinnützigkeit in der Gesundheits- und Pflegepolitik und spricht sich gegen eine fortschreitende Ökonomisierung, Vermarktlichung und Vertriebswirtschaftlichung in diesen Bereichen aus. Die Stellungnahme wurde am 6. Dezember 2019 vom Verbandsrat beschlossen.

PDF-Download

Politische Betätigung von gemeinnützigen Organisationen

Der Paritätische Gesamtverband tritt dafür ein, dass auch Organisationen, die überwiegend der politischen Meinungs- und Willensbildung dienen, steuerbegünstigt im Rahmen einer Befreiung von § 5 KStG tätig sein können. Auch der Abzug von Spenden sollte ermöglicht werden, allerdings nach den Vorgaben für Parteien. Eine Erweiterung von § 52 AO lehnen wir ab. Wir haben dazu einen entsprechenden Vorschlag formuliert.

PDF-Download

Paritätisches Positionspapier "Für Menschen, nicht Märkte"

Ein anderes Wirtschaften ist möglich. Ein anderes Wirtschaften ist nötig. Wie das konkret gestaltet werden sollte, formulierte der Paritische Gesamtverband im Positionspapier "Für Menschen, nicht Märkte". Es wurde am 4. Dezember 2020 vom Verbandsrat verabschiedet.

PDF-Download

13 Argumente für Gemeinnützigkeit

Argumentationshilfe: Welche besonderen Argumente können gemeinnützige Organisationen in die Debatte einbringen, um für öffentliche Unterstützung zu werben?

PDF-Download

Engagement-Charta

Die Engagement-Charta enthält die für den Paritätischen handlungsleitenden Prinzipien zum Engagement, die in den einzelnen Strukturen und Handlungsfeldern entsprechend konkretisiert werden. Die Engagement-Charta wirkt als Ausdruck eines Paritätischen Selbstverständnisses nach innen und macht die Bedeutung des Engagements nach außen sichtbar Sie wurde am 9./10. Dezember 2021 vom Verbandsrat beschlossen.

PDF-Download

Verbandsmagazin 03|21: Menschen statt Märkte

Manche Ideen sind für viele Menschen unvorstellbar und fast schon absurd: Zum Beispiel eine Wirtschaft, die nicht allein auf Profitmaximierung ausgelegt ist, sondern stattdessen primär den Menschen dient und bei der Umsatz zweitrangig ist. In dieser Ausgabe unseres Verbandsmagazins (3/2021) zeigen wir Alternativen zum Wachstumsglauben des Neoliberalismus und zum Raubbau an der Umwelt auf. Vertreter*innen befreundeter Organisationen wie Olaf Bandt (BUND), Dierk Hirschel (ver.di), Olaf Zimmermann (Deutscher Kulturrat) und Elisabeth Fresen von der Aktionsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft zeigen in Doppelinterviews mit Expert*innen vom Paritätischen Gesamtverband neue Wege, um in den Bereichen Landwirtschaft, Energie, Kultur, Gesundheit und Verkehr anders und besser zu wirtschaften.

PDF-Download

Reformdiskussion zum Gemeinnützigkeitsrecht: Rechtspolitische Vorschläge der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege BAGFW, welcher auch der Paritätische angehört, hat im Mai 2021 rechtspolitische Vorschläge zur Verbesserung der Rahmenbedingungen gemeinnütziger Körperschaften veröffentlicht.

PDF-Download

Interviewreihe: Gemeinwohl mal zwei

Verkehrspolitik und Pflege

Interview mit Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes und Dierk Hirschel, Gewerkschaftssekretär bei ver.di und dort zuständig für Wirtschaftsfragen.

Interview lesen

Dorfgemeinschaft und Bürgerenergie

Im Gespräch: Mara Dehmer ist Referentin für Kommunale Sozialpolitik beim Paritätischen Gesamtverband und Olaf Bandt, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Interview lesen

Agrarpolitik und Wohlfahrt

Ein Interview mit Elisabeth Fresen, Landwirtin und im Bundesvorstand der Aktionsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sowie Dr. Joachim Rock, Leiter der Abteilung Sozialpolitik, Arbeit und Europa beim Paritätischen Gesamtverband.

Interview lesen

Kultur und Gesundheitswesen

Im Interview: Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates und Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Gesundheitsökonom und Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbandes.

Interview lesen

Veranstaltungen

Vorfahrt für Gemeinnützigkeit – Not For Profit-Gipfel am 1. Juli 2022 (Online-Veranstaltung)

Das Streben nach Gewinn und der Markt als Ordnungsprinzipien prägen zentrale Bereiche unserer Gesellschaft: die Soziale Arbeit, die Pflege, das Gesundheitssystem, den Klimaschutz, den Wohnungsmarkt, die Landwirtschaft u.v.m. Eine auf den Logiken des Marktes beruhendes Wirtschaften strebt jedoch nach der Gewinnmaximierung für Einzelne und nicht nach der Versorgung der Bedürfnisse der gesamten Bevölkerung. Ein überlastetes Gesundheits- und Pflegesystem, hohe Mieten, niedrige Löhne und ein unzureichender Klimaschutz sind die Folgen.

Nicht zuletzt die Corona-Pandemie und die drastischen Folgen des Klimawandels führen klar vor Augen, dass es dringend eine andere Form des Wirtschaftens braucht, die die Bedürfnisse aller Menschen in den Mittelpunkt stellt und nicht das Streben nach Profit. Für eine gesellschaftlich nachhaltige Form des Wirtschaftens müssen gemeinnützige Strukturen gestärkt werden.

Gemeinnützige Strukturen und Akteure leben vom Selbstgestaltungswillen der Menschen und fördern bürgerschaftliches Engagement in aller Vielfalt. Sie sind die lebendige Zivilgesellschaft in ihrer organisierten Form und befördern den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft.

Auf dem Not For Profit-Gipfel kommen wir mit Expert*innen in den Austausch, zeigen eine alternative, am Gemeinwohl orientierte Form der Daseinsvorsorge und des Wirtschaftens auf und stellen die Folgen eines auf profitorientierten Handelns auf verschiedene Lebensbereiche dar.

Als Partner für die Veranstaltung konnten bereits der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und der Deutsche Mieterbund gewonnen werden.

Weitere Ankündigungen zum Not For Profit-Gipfel folgen. Keine Infos verpassen? Dann unseren News-Service abonnieren und wir halten dich via E-Mail auf dem Laufenden. 

Digitale Veranstaltungsreihe "Engagement zwischen Tradition und Zeitgeist – Die Paritätische Engagement-Charta für eine engagierte Zukunft" – Auftaktveranstaltung am 04. Mai 2022

Das bürgerschaftliche Engagement ist ein zentrales Wesensmerkmal der Wohlfahrtspflege in Deutschland. Die Bedeutung und Wahrnehmung von bürgerschaftlichem Engagement als gesellschaftliche Ressource und Betätigungsfeld hat sich jedoch in den vergangenen 20 Jahren ebenso verändert wie die Engagementlandschaft. Diese Entwicklungen erfordern eine Neubewertung und Einordnung des bürgerschaftlichen Engagements in seiner Vielfalt und Ausprägung. Gleichzeitig ist die Wohlfahrtspflege in Zeiten einer zunehmenden Radikalisierung und Polarisierung der Gesellschaft als Anwalt und Förderer einer lebendigen und offenen Zivilgesellschaft mehr denn je gefragt.

Mehr erfahren und zur Veranstaltung anmelden

#EchtGut auf Instagram und TikTok: Kurzvideo-Aktionsworkshop am 04. Mai 2022 im Rahmen des Paritätischen Digital-Festivals

Im ersten Teil des Workshops wollen wir darüber informieren, was Gemeinnützigkeit überhaupt ist und warum wir gerade jetzt dafür stark machen!

Im zweiten Teil der Veranstaltung geht's dann zur Sache: Wir testen mit euch zusammen, wie gut man ein zunächst kompliziertes Thema wie Gemeinnützigkeit in wenigen Sekunden in Videos für Instagram und TikTok erklärt. Und das so, dass jedem*r klar wird: Dafür lohnt es sich zu kämpfen! Gemeinsam entwickeln wir ein oder mehre Clips für eure Social Media-Profile. Der beste Clip läuft dann auf allen Kanälen des Paritätischen Gesamtverbandes.

Weitere Infos und Anmeldung

Tipps und Handreichungen für die gemeinnützige Praxis

Vom Wert der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg

Dem freien zivilgesellschaftlichen Engagement wird, gemäß dem Prinzip der Subsidiarität, Vorrang vor staatlichen Aktivitäten eingeräumt. Der Staat setzt in seiner Sozialgesetzgebung zwar den Rahmen, aber in die Ausführung der Gesetze und damit in die Gestaltung des sozialen Lebens ist die freie Wohlfahrtspflege konstitutiv einbezogen.

Die vorliegende Broschüre wurde mit herausgegeben vom Paritätischen Baden-Württemberg und beschreibt die thematischen Herausforderungen im Kontext der Subsidiarität und unterlegt diese mit Beispielen aus der Praxis der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg. Diese Beispiele stellen die Subsidiarität im „Ländle“ dar und zeigen auf, dass freie Wohlfahrtspflege mehr ist als ökonomisch hochqualifizierte Dienstleistung.

PDF-Download

Übergabe: Wie der Vorstandswechsel im Verein gelingt.

In Deutschland gibt es mehr als 600 000 Vereine. Fast jeder zweite Deutsche ist Mitglied in einem von ihnen. Trotz der hohen Zahl der Vereinsmitglieder, lassen sich oft nur schwierig geeignete Nachfolger/-innen für die Vorstandsarbeit gewinnen. Nahezu jeder zweite Verein klagt über Schwierigkeiten bei der Suche nach neuen Personen für das Vorstandsamt. Die Arbeitshilfe "Übergabe" des Paritätischen Nordrhein-Westfalen bietet zahlreiche Tipps und Checklisten dazu, wie der Vorstandswechsel im Verein gelingt.

PDF-Download

Der Einsatz von Ehrenamtlichen aus arbeits-, sozialversicherungs- und steuerrechtlicher Sicht

Mehr als 23 Millionen Bürger*innen über 14 Jahren engagieren sich in Deutschland freiwillig in Verbänden, Initiativen, Gruppen und öffentlichen Einrichtungen. Freiwilliges Engagement wird traditionell mit Unentgeltlichkeit gleichgesetzt. Allerdings ist in den letzten Jahren die Zahl derjenigen Möglichkeiten des freiwilligen Engagements, die als Anerkennung eine Vergütung in Geld vorsehen, deutlich angestiegen.

Ziel dieser Arbeitshilfe ist es, die unterschiedlichen Formen der Zahlung an Ehrenamtliche darzustellen und diese unter Berücksichtigung arbeits-, sozialversicherungs- und steuerrechtlicher Aspekte näher zu beleuchten

zurück zum Seitenanfang