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Schwerpunkt

Kultur macht stark

Zwei Schülerinnen drehen einen Film vor einer bunt bemalten Wand
Rojan Maharjan/Uunsplash
Der Paritätische Gesamtverband ist einer von 32 Verbänden und Initiativen, die im Rahmen des BMBF-Programmes "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" außerschulische Maßnahmen im Bereich der kulturellen Bildung fördern.

Paritätische Förderkonzeption: "Ich bin HIER!"

Der Paritätische Gesamtverband fördert im Rahmen des Bundesprogrammes „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ 2018-2022 kulturpädagogische Maßnahmen auf der Grundlage seiner Konzeption „Ich bin HIER! Herkunft - Identität - Entwicklung - Respekt“. Mit den Angeboten sollen Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund sowie mit und ohne Behinderung, die in einer sozialen Risikolage aufwachsen, erreicht werden.

Ziel der Maßnahmen ist die Stärkung eines positiven Selbstkonzeptes unter der Aneignung und Darstellung des Sozialraumes der Teilnehmenden. Deren vorhandene Kompetenzen sollen unterstützt und weitere entwickelt und gefördert werden.

Für die Durchführung der Maßnahmen bilden sich vor Ort Bündnisse, die aus mindestens drei lokalen Akteuren bestehen und ein gemeinsames Konzept, das sich am Profil der Gesamtmaßnahme orientiert, erarbeiten.

Dabei kann aus verschiedenen Formaten ausgewählt bzw. können diese miteinander kombiniert werden.

Die Mindestsumme für eine Antragstellung beträgt 1.500 Euro. Die Förderhöchstgrenze liegt bei 60.000 Euro pro Jahr und Bündnis/Letztzuwendungsempfänger. Förderfähig sind Projekte mit einer maximalen Laufzeit bis zum 31.08.2022.

Der Leitfaden gibt Ihnen einen ersten wichtigen Überblick sowie Hilfestellung für eine Antragstellung und die Projektabwicklung. Den Leitfaden finden Sie in unserem Downloadbereich.

 
Antrag stellen

Fragen und Antworten

Eine Übersicht über die förderfähigen Formate finden Sie hier.

Bündnisse können mehrere Pojekte beantragen und durchführen. Eine Verknüpfung von mehreren Formaten innerhalb eines Gesamtprojektes (z. B. dreimonatiges Kursformat und anschließende Ferienfahrt) ist ebenfalls möglich.

Beantragt werden können außerschulische kulturpädagogische Projekte, die neuartig sind und in Ergänzung zur Regeltätigkeit stattfinden. Die Initiierung und Durchführung der Vorhaben erfolgen über lokale Bündnisse und dienen dem Abbau von Bildungsbenachteiligungen.

Für die Durchführung der Projekte kommen verschiedene Formate in Betracht, die die Bündnisse je nach Konzept auswählen. In diese werden Künstlerinnen und Künstler oder Fachkräfte mit vergleichbaren nachweislichen Qualifikationen verbindlich eingebunden. Um die Qualität zu sichern, ist hierfür eine Zahlung von Honoraren möglich.

Alle Projekte werden möglichst durch den Einsatz Ehrenamtlicher begleitet und unterstützt. Der Einsatz von hauptamtlichen Kräften kann nur als Eigenleistung eingebracht werden. Für ehrenamtliche Unterstützer/-innen besteht die Möglichkeit, eine Aufwandsentschädigung zu beantragen.

Im Rahmen der Projekte werden die Teilnehmenden verpflegt und mit den hierfür notwendigen Sachmitteln ausgestattet.

Über die Durchführung fertigen die Bündnisse Dokumentationen an, die Auskunft über die kulturpädagogischen Bildungsprozesse geben sollen. Dies können auch Tagebücher, Bilder, Filme, Mitschnitte von Proben und Aufführungen oder ähnliche Produkte sein, die im Rahmen der Projekte gefertigt werden.

Ganztagesveranstaltung

Für die Durchführung einer Ganztagesveranstaltung (sieben Stunden), werden für ca. 15 Teilnehmende Ausgaben für Materialien, eine Verpflegungspauschale sowie Miete übernommen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Honorare zu finanzieren. Genannte Förderpositionen gelten ebenso für alle anderen Formate.

Mehrmonatige Kursformate (über drei oder sechs Monate)

Projekte können im monatlichen Kursformat angeboten werden. Das bedeutet, dass mindestens zehn Stunden monatlich entweder im Block oder verteilt auf mehrere Termine über einen Zeitraum von drei bzw. sechs Monaten mit den Teilnehmenden unmittelbar gearbeitet werden muss.

Ferienkurse (drei- oder fünftägig)
In den Ferienzeiten kann ganztägig (sieben Stunden) an drei oder fünf Tagen im Block mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet werden.

Sonderformen, wie z. B. zwei- oder viertägige Ferienkurse, sind nicht möglich.

Mehrtägige kulturpädagogische Ferienfahrten
Mit bis zu 15 Kindern und Jugendlichen können innerhalb Deutschlands maximal zehntägige kulturpädagogische Ferienfahrten durchgeführt werden. Kürzere Reisezeiten sind möglich.

Hierbei können Ausgaben für Übernachtung und Verpflegung der Teilnehmenden sowie Reisekosten übernommen werden. Zusätzlich stehen Sachausgaben, z. B. für Materialien oder Eintrittsgelder zur Verfügung. Gemischtgeschlechtliche Gruppen werden aus kinderschutzrechtlichen Aspekten von je einem männlichen Betreuer und einer weiblichen Betreuerin begleitet. Hierfür können Aufwandsentschädigungen sowie Reisekosten übernommen werden. Außerdem ist, bei fachlich begründetem Bedarf, ein Honorar förderfähig.

Elterneinbindung
Eltern sind eine wichtige Sozialisationsinstanz für ihre Kinder. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sie nach Möglichkeit in die Entwicklungsprozesse ihrer Kinder innerhalb der Projekte mit Blick auf Bildungsbegleitung und Motivation einzubeziehen.

Die Einbindung von Eltern oder anderen sozialen Bezugspersonen soll im Rahmen von Kleingruppen mit einem eigenständigen Konzept erfolgen. Reine Informationsveranstaltungen zum geplanten Projekt der Kinder (Vorstellung der Inhalte, Ziele und beteiligten Personen) oder der Einbezug von Eltern als Publikum bei einer Präsentation der von ihren Kindern erreichten Ergebnisse sind nicht gesondert förderfähig.
Thematisch können die Angebote an die Inhalte der Vorhaben für die Kinder ansetzen oder diese unterstützen, aber auch unabhängig davon entwickelt werden.

Hierfür können Ausgaben für Sachmittel, Miete sowie Honorare übernommen werden. Ein Format umfasst mindestens drei Stunden.

Vorhaben, für die bereits anderweitige öffentliche Fördermittel zur Verfügung stehen, etwa auf Grundlage des SGB VIII, können nicht über das Programm „Kultur macht stark“ gefördert werden.

Mit den Angeboten sollen Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren, die in einer sozialen Risikolage aufwachsen, erreicht werden.

Ansgesprochen werden sollen dabei insbesondere Teilnehmende mit und ohne Migrationshintergrund sowie mit und ohne Behinderung, die in strukturschwachen Gebieten aufwachsen. Die beantragten Konzepte sollten deren Lebenswelten und Sozialräume aufgreifen.

Selbstverständlich sind auch Angebote für Kinder und Jugendliche mit eigener oder familialer Fluchterfahrung förderfähig. Wir freuen uns über integrative Konzeptionen, die in den neuen Sozialraum der jungen Menschen ausstrahlen und ihnen diesen näher bringen.
Grundsätzlich gelten auch hier die Förderkriterien:

  • außerschulisch
  • neuartig / zusätzlich zur Regeltätigkeit
  • Angebote der kulturellen Bildung
  • Altersgruppe der 8- bis 18-Jährigen

Bitte berücksichtigen Sie bei der Auswahl der Formate, dass auch mit Blick auf diese spezifische Zielgruppe keine offenen Angebote förderfähig sind, sondern die Arbeit in einer festen Gruppe angestrebt werden soll.

Kooperationspartner in Bündnissen können Verbände bzw. Vereine sein, die gemeinnützige oder mildtätige Zwecke verfolgen und sich im Bereich der sozialen Arbeit, insbesondere der Kinder- und Jugendarbeit, engagieren.

Öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe, Familienzentren, Schulfördervereine, Migrant/-innenselbstorganisationen, Beratungsstellen, Freizeiteinrichtungen, Fanprojekte, aber auch öffentliche Einrichtungen wie Volkshochschulen, Bibliotheken oder Theater können beispielsweise Bündnispartner werden.

Schulen können Teil eines Bündnisses und somit Kooperationspartner, nicht aber Zuwendungsempfänger und Veranstalter von Maßnahmen sein.

Generell gilt, dass nur sogenannte „juristische Personen“ Zuwendungsempfänger sein können, die ihre Rechtsfähigkeit durch Eintragung bei einem bei Gericht geführten Register (z. B. Vereinsregister) erlangen.

Auf einen Blick: Wer kann beantragen?

Maßnahmen können von lokalen Bündnissen beantragt werden, die bestimmte Anforderungen erfüllen. Die Bündnisse:

  • müssen aus mindestens drei zivilgesellschaftlichen Akteuren bestehen, die gemeinnützige oder mildtätige Zwecke verfolgen.
  • müssen eine Kooperationsvereinbarung abschließen.
  • müssen ein gemeinsames Konzept auf der Grundlage des Gesamtkonzeptes entwickeln.
  • müssen plausibel darlegen, wie sie die Zielgruppe erreichen wollen.
  • müssen die sozialräumlichen Gegebenheiten berücksichtigen.
  • sollten Ehrenamtliche einbeziehen.
  • sollten Eigenleistungen einbringen.

Mindestens einer der Bündnispartner muss außerdem bereits über einschlägige Erfahrungen und Kenntnisse in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verfügen.

Bündnisgründungen und Antragstellungen erfolgen unabhängig von einer Mitgliedschaft im Verband.

Anträge können ausschließlich über eine zentrale Datenbank des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gestellt werden.

Mehr dazu unter https://kumasta.buendnisse-fuer-bildung.de/.

Und so geht's:

  • Registrieren
  • Förderangebot des Paritätischen Gesamtverbandes "Ich bin HIER!" auswählen
  • Antragsformular ausfüllen
  • Finanzierungsplan erstellen und hochladen
  • Anlagen hochladen
  • Antrag einreichen

Unterlagen die begefügt werden müssen:

  • Gemeinnützigkeitsnachweis (z.B. Freistellungsbescheid des Finanzamtes)
  • Kooperationszusagen der Bündnispartner. Eine Vorlage hierfür finden Sie  im Downloadbereich unserer Homepage

  • Ausgefüllten Finanzierungsplan, den Sie ebenfalls im Downloadbereich unserer Homepage finden - Beachten Sie bitte auch das zweite Arbeitsblatt „Formate“

  • aktueller Auszug aus dem Vereinsregister (Nicht älter als zwei Jahre)

  • ggf. Bestätigung über die Einsichtnahme in die Führungszeugnise bei Ferienfahrten

paritätische Mitgliedsorganisation

  • Verbindung zu potenziellen örtlichen Netzwerken (möglichst unter Einbezug der paritätischen Kreisgruppe bzw. der örtlichen paritätischen Ansprechpersonen)

außerhalb der paritätischen Mitgliedsstruktur

  • Darstellung der eigenen Vernetzungsstruktur

Der Paritätische Gesamtverband prüft als Zuwendungsgeber die Anträge der Bündnisse und schließt nach positiver Bewertung einen Weiterleitungsvertrag mit dem beantragenden Bündnispartner.

Die Anträge werden dabei in einem ersten Schritt im Projektbüro daraufhin überprüft, ob die formalen Vorgaben eingehalten wurden (haben sich mindestens drei Bündnispartner zusammengefunden, die die genannten Anforderungen erfüllen, richtet sich die Maßnahme an die Zielgruppe – Plausibilitätsprüfung, wird sie zusätzlich zur Regeltätigkeit angeboten, wurde die Förderhöchstgrenze berücksichtigt etc.).

Anschließend erfolgen sowohl eine rechnerische als auch eine inhaltlich-fachliche Prüfung des Konzeptes (wurden die Förderhöchstgrenzen eingehalten, sind die Ausgaben angemessen, folgt das Konzept den Inhalten des Gesamtprojektes von „Ich bin HIER“, sind die Inhalte neuartig, welche Methoden sollen angewandt werden etc.).

In einem Kreis von Fachleuten aus dem Gesamtverband (Vertreter/-innen aus den Bereichen „Soziale Arbeit“, „Migration“, „Finanzen“ und dem Projektbüro) wird abschließend über die Bewilligung entschieden.

Nach Information der ausgewählten Bündnisse wird mit diesen ein Weiterleitungsvertrag geschlossen.

Der Paritätische Gesamtverband nimmt im Projekt "Kultur macht stark" alle Anträge von Bündnissen, unabhängig von einer Paritätischen Mitgliedschaft, entgegen und prüft und bewilligt diese allein entsprechend der genannten Kriterien.

Antragsfrist: 27. Dezember 2021
Frühster Projektstart: 1. März 2022

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