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Barrierefreiheit muss bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens endlich auf die Agenda der Politik

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege hat zum Digitale Versorgungsgesetz Stellung genommen. Hierbei kritisiert sie, dass bei der Ausgestaltung der elektronischen Patientenakte sowie bei elektronischen Verschreibungen und Verordnungen das Thema Barrierefreiheit bislang außen vor bleibt.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege begrüßt, dass der Anschluss von Pflegeeinrichtungen an die Telematikinfrastruktur freiwillig ermöglicht wird und dass hierfür eine Finanzierungsgrundlage geschaffen wird. Positiv bewertet wird außerdem, dass E-Verordnungen um den Bereich der Heil- und Hilfsmittel ergänzt werden. Hier wird eine Ausweitung in Hinblick auf die Verordnung von Häuslicher Krankenpflege, Soziotherapie, Haushaltshilfe und SAPV gefordert. Es wird kritisiert, dass bei dem vorgesehenen künftigen Forschungsdatenzentrum keine Möglichkeit für Versicherte vorgesehen ist, der Verwendung ihrer Daten zu widersprechen. Es wird vorgeschlagen das Datenzentrum um die Daten aus dem Bereich der Pflegeversicherung zu erweitern und gleichzeitig weitere Maßnahmen zum besseren Schutz der Daten vorzusehen. Die Pläne des Gesetzgebers, dass auch unerprobte Digitale Gesundheitsanwendungen befristet in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung aufzunehmen, wird deutlich abgelehnt.

2019-06-07 Stellng. Digitale Versorgung.pdf2019-06-07 Stellng. Digitale Versorgung.pdf


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