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Schwerpunkt

Teilhabe

Eine Person hält viele kleine Sterne in der Hand, die alle unterschiedliche Farben haben.
Sharon McCutcheon/Unsplash
Auf dieser Website der Abteilung Gesundheit, Teilhabe und Pflege des Paritätischen Gesamtverbandes informieren wir zu Themen rund um Teilhabe und Inklusion sowie das Bundesteilhabegesetz.

Teilhabe beim Paritätischen Gesamtverband

Menschenrechte gelten für alle. Aber nicht alle können ihre Menschenrechte aktuell in gleicher Weise wahrnehmen. Verschiedene Barrieren hindern Menschen mit Behinderungen und psychischer Erkrankung noch zu häufig daran: Gute inklusive Lernangebote sind nicht flächendeckend ausgebaut, Arztpraxen nicht barrierefrei, der Arbeitsmarkt kaum inklusiv. Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen konkretisiert, wie Rahmenbedingungen gestaltet werden müssen, damit auch behinderte und psychisch erkrankte Menschen ihre Menschrechte wahrnehmen können. Der Paritätische Gesamtverband beteiligt sich zusammen mit seinen Mitgliedern an der Umsetzung der Konvention.

Zu den Mitgliedern des Paritätischen Gesamtverbands zählen zahlreiche Mitgliedsorganisationen, die Teilhabeleistungen für Menschen mit Behinderungen in verschiedenen Lebenslagen erbringen. Gleichzeitig sind viele überregionale Organisationen der Selbsthilfe und Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen Mitglieder des Paritätischen Gesamtverbands. Der Verband versammelt unter seinem Dach diejenigen, die Leistungen in Anspruch nehmen und diejenigen, die sie erbringen.

Gewaltschutz

Menschen mit Behinderungen erleben in ihrem Alltag mehr Gewalt als Menschen ohne Behinderungen – je nach Alter, Geschlecht und Beeinträchtigung doppelt bis vierfach so viel. Gewalt kann offen und subtil ausgeübt werden und verschiedene Formen haben: verbal, körperlich, strukturell und sexualisiert. Und sie kennt nicht nur eine Richtung: In Wohneinrichtungen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen erleben die Betroffenen Gewalt von anderen Bewohner*innen und Beschäftigen und vom Personal. Wir haben Beschäftigte einer Werkstatt zu ihrer Perspektive auf Gewalt befragt:

Arbeitshilfe: Gemeinsam gegen Gewalt Schutzkonzepte in Einrichtungen und Diensten der Eingliederungshilfe entwickeln (2023)

Ein Konzept auf dem Papier reicht nicht aus, wenn man Gewalt wirksam und nachhaltig verhindern möchte. Beim Thema Gewaltprävention geht es um Organisationsentwicklung. Vor diesem Hintergrund versammelt die Broschüre verschiedene Perspektiven auf diesen Prozess und gibt Anregungen zu seiner Gestaltung.

"Der erste wichtige Schritt ist, Gewalt und sexualisierte Gewalt im eigenen Umfeld, in der eigenen Institution für möglich zu halten." Gunilla Pugell und Ava Anna Johannson, die in einem Netzwerk von Menschen mit psychischen Erkrankungen, Beeinträchtigungen und Behinderungen in Schleswig-Holstein aktiv sind, skizzieren in ihrem Vorwort zur Broschüre den Startpunkt der Auseinandersetzung mit dem Thema. Ganz am Ende berichten Selbstvertreter*innen und Fachkräfte zweier Einrichtungen von der Entwicklung ihrer Gewaltschutzkonzepte. Im Interview wird deutlich, was eine Gesprächspartnerin mit Überzeugung auf den Punkt bringt: "Es ist im Große und Ganzen was ganz Tolles!"

Vor diesem Hintergrund versammelt die Broschüre Beiträge, die Antworten auf ein Spektrum von Fragen geben: Welche grundlegenden Rahmenbedingungen sind für den Organisationsentwicklungsprozess nötig? Wie läuft so ein Prozess ab? Welche Rolle spielt das Thema sexuelle Bildung? Und wovon reden wir, wenn wir von Gewalt sprechen? Zum Nachschlagen und Weiterlesen finden sich auf den letzen Seiten Hinweise auf weitergehende Literatur - auch in Leichter Sprache.

Die Broschüre ist in gedruckter Form verfügbar und kann bestellt werden unter teilhabe(at)paritaet.org.

Arbeitshilfe herunterladen

Arbeitshilfe: Schutz vor sexualisierter Gewalt in Diensten und Einrichtungen (2013)

Im Jahr 2013 veröffentlichte der Paritätische Gesamtverband eine Arbeitshilfe mit dme Titel "Schutz vor sexualisierter Gewalt in Diensten und Einrichtungen der Behindertenhilfe, Psychiatrie, Suchthilfe, Straffälligenhilfe,
Wohnungslosenhilfe und Selbsthilfe". Sie gliedert sich in folgende Bereiche:

  • Grundhaltungen
  • Eine Kultur gegen Gewalt entwickeln – Bausteine zur Prävention
  • Handeln! Nicht wegschauen – Bausteine zur Intervention
  • Antworten auf häufig gestellte Fragen
  • Weiterführende Hinweise und Materialien

Aus dem Vorwort der Veröffentlichung:

Noch immer schauen viel zu viele Menschen weg, wenn es um sexualisierte Gewalt geht. Vielleicht aus Angst, vielleicht aus Unwissenheit, vielleicht auch einfach nur, weil sie sich nicht damit auseinandersetzen, keine Verantwortung übernehmen wollen. Sexualisierte Gewalt ist eben leider noch immer ein Tabuthema. Und doch gibt es immer mehr Betroffene, die den Mut finden, ihr Schweigen zu brechen.

Gedanken einer Betroffenen

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Fachinformationen zum Thema Gewaltschutz

Fachinfo
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BMAS veröffentlicht Wegweiser Gewaltschutz

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat Ende 2024 einen Arbeitskreis eingerichtet, in dem Vertreterinnen und Vertreter aus Politik,… weiterlesen


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Die Suse-Standards für Gewaltschutz in Einrichtungen sind jetzt verfügbar!

Frauen und Mädchen mit Beeinträchtigungen sind besonders häufig von Gewalt betroffen und sehen sich zudem mit erheblichen Hürden konfrontiert, wenn… weiterlesen


Fachinfo
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Die Suse-Standards für Gewalt-Schutz sind da! (Einfache Sprache)

Frauen und Mädchen mit Behinderungen erleben besonders oft Gewalt. Und es gibt für sie viele Barrieren, wenn sie Hilfe und Schutz brauchen. Das gilt… weiterlesen


Fachinfo
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Gewaltschutz in Einrichtungen der Behindertehilfe: Expert*innenkommission legt Abschlussbericht vor

Die Expert*innenkommission "Herausforderndes Verhalten und Gewaltschutz in Einrichtungen der Behindertenhilfe" wurde eingerichtet, nachdem die… weiterlesen

Weiterführende Informationen


Umfassende Informationen zum Bundesteilhabegesetz (BTHG)

Ende 2016 wurde das Bundesteilhabegesetz (BTHG) beschlossen. Das Gesetz soll die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung verbessern und die bereits seit 2009 für Deutschland verbindlich geltende UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen. Mit dem Gesetz wurde die Abkehr vom bisherigen „Fürsorgesystem“ hin zu einem „modernen Teilhaberecht“ versprochen. Diese Versprechen wurden jedoch nur ansatzweise erreicht. Das neue Gesetz bringt zwar in manchen Bereichen Verbesserungen mit sich, gleichzeitig schränkt es aber die Rechte von Menschen mit Behinderung ein und erfüllt die Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention nach Auffassung des Paritätischen nur in Ansätzen. Der Paritätische fordert daher von der nächsten Bundesregierung, Selbstbestimmung und Teilhabe im Sinne der Leitgedanken der UN-Behindertenrechtskonvention umfassend weiterzuentwickeln.

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Fachinformationen aus dem Bereich Teilhabe und Inklusion

Erneut Antrag zum Monitoring pränataler Tests in den Bundestag eingebracht

Seit Juli 2022 werden die Kosten für nicht-invasive Pränataltests (NIPT), die untersuchen, ob beim Fötus eine Wahrscheinlichkeit für Trisomie 13, 18… weiterlesen

Aktionswoche #OhneFachkräfteKeineTeilhabe vom 20. bis 24. April

Mit einer bundesweiten Aktionswoche möchten die Fachverbände für Menschen mit Behinderung und die BAG HEP im April die unverzichtbare Rolle der… weiterlesen

Interesse an einer eigenen App? Entwicklung von barrierefreien Apps in der Selbsthilfe. Jetzt mitmachen!

Im Rahmen des Projekts „Digitale Teilhabe stärken: Modellprojekt für barrierefreie Apps in der Selbsthilfe“ haben Paritätische… weiterlesen


Stellungnahmen und Positionen aus dem Bereich Teilhabe und Inklusion

Stellungnahme zu einer Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes

Mit einer Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes soll die Barrierefreiheit sowohl im öffentlichen Bereich als auch in Hinblick auf den Zugang… weiterlesen

BAGFW nimmt Stellung zu geplantem Digital-Gesetz

Anlässlich der morgigen Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags hat die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) eine… weiterlesen

BAGFW-Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Inflationsausgleichszahlung für rechtliche Betreuer:innen

Rechtliche Betreuerinnen und Betreuer sollen eine Sonderzahlung erhalten, um ihre inflationsbedingte finanzielle Mehrbelastung abzufedern. Das sieht… weiterlesen


Der Paritätische Teilhabebericht 2022: Wohnsituation von Menschen mit Behinderung

Cover eine Broschüre. Auf dem Titelbild öffnet eine Frau im Rollstuhl eine Tür. Dazu Text: Der Paritätische Teilhabebericht 2022. Wohnsituation von Menschen mit Behinderung in Privathaushalten im Rahmen des Projekts: „Teilhabeforschung: Inklusion wirksam gestalten“

Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember legt das Projekt „Teilhabeforschung: Inklusion wirksam gestalten“, welches an der Forschungsstelle des Paritätischen Gesamtverbandes angesiedelt ist und von der Aktion Mensch Stiftung gefördert wird, einen jährlichen Teilhabeforschungsbericht vor. Der Teilhabebericht stellt auf der Basis von eigenen Auswertungen des Sozio-oekonomischen Panels, einer seit 1984 jährlich stattfindenden, repräsentativen Wiederholungsbefragung von Privathaushalten, aktuelle Ergebnisse zur Lebenslage von Menschen mit Behinderung in Privathaushalten vor.

Schwerpunkt des Paritätischen Teilhabeberichts 2022 ist die Wohnsituation von Menschen mit Behinderung. Er präsentiert Indikatoren zur allgemeinen Wohnsituation und baulichen Barrierefreiheit im Bereich des privaten Wohnens. Die eigene Wohnung und das Wohngebiet einer jeden Person sind zentrale Lebensmittelpunkte. Die eigenen vier Wände garantieren dabei nicht nur Privatheit und Schutz, sondern sind auch Rückzugsort und persönlicher Gestaltungsraum – eingebettet in den unmittelbaren Sozialraum des umgebenden Wohngebiets mit dessen infrastrukturellen Angeboten und Kontakten zur Nachbarschaft.

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Informationen in Leichter Sprache

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Das Allgemeine Gleichbehandlungs-Gesetz muss besser werden (Leichte Sprache)

Alle Menschen sind gleich viel wert. Aber manche Menschen werden schlechter behandelt. Deswegen gibt es das Allgemeine Gleichbehandlungs-Gesetz. … weiterlesen


Fachinfo
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Bundesfachstelle Barrierefreiheit informiert über Gesetze und Verordnungen zur Barrierefreiheit (Leichte Sprache)

Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit hat eine Liste gemacht. Alle Menschen sollen wissen: Das Thema Barrierefreiheit ist wichtig. In der Liste… weiterlesen