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Schwerpunkt

Freiwilligendienste

Viele Menschen halten ihre Hände nebeneinander und darauf ist ein großes rotes Herz gemalt.
Tim Marshall/Unsplash
Jedes Jahr leisten mehr als 13.000 Freiwillige ein FSJ oder einen BFD bei den Paritätischen Freiwilligendienstträgern. Hier finden Sie Informationen zu den Einsatzbereichen, den Voraussetzungen, der Bewerbung, den regionalen Ansprechpartner/-innen sowie aktuelles rund um das Thema Freiwilligendienst.

Fragen und Antworten zu FSJ und BFD

Ein Freiwilligendienst ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr, indem Du wertvolle Erfahrungen sammeln kannst. Es ist eine besondere Form, sich für andere Menschen zu engagieren und selbst wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Diese Erfahrungen sammelst Du in einer Einsatzstelle, die Du Dir selbst aussuchst. Erfahrungen sammelst Du aber auch mit den vielen anderen Freiwilligen. Gemeinsam verbringt Ihr Zeit, könnt Eure Erfahrungen reflektieren, neue Menschen kennenlernen und einfach auch Spaß haben.

Es gibt viele gute Gründe für einen Freiwilligendienst. Hier ein paar davon:

  • Du entdeckst Deine eigenen Fähigkeiten.
  • Du lernst neue Freunde kennen.
  • Du entwickelst Dich weiter.
  • Du sammelst ein Jahr lang viele besondere Erfahrungen
  • Du tust etwas Gutes für Dich und andere
  • Du lernst unterschiedliche Arbeitsbereiche kennen und wirst dabei begleitet
  • Der Freiwilligendienst hilft Dir bei der Entscheidung für einen Beruf.
  • Der Freiwilligendienst ist eine Chance, danach eine Ausbildung in der Einsatzstelle zu beginnen
  • Der Freiwilligendienst ist eine gute Möglichkeit, die Zeit bis zum Studium oder bis zum Beginn einer Ausbildung sinnvoll zu nutzen.
  • Du hast die Möglichkeit, ein eigenes Projekt während des Freiwilligendienstes zu planen und durchzuführen
  • Du lernst das Berufsleben kennen

Das Freiwillige Soziale Jahr – auch FSJ genannt – ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr für junge Menschen bis 27 Jahre. In der Regel beginnt das FSJ zum 1. September eines jeden Jahres. Voraussetzung ist, dass Du die Schulpflicht absolviert hast. Ein FSJ machst Du in einer gemeinwohlorientierten Einrichtung. Das kann eine Kita, ein Jugendzentrum, ein Museum, eine Flüchtlingsunterkunft, ein Altersheim, ein Krankenhaus etc. sein. In unserer Einsatzstellenbörsefindest Du einige unserer Einsatzstellen. Hier bist Du in der Regel Vollzeit aktiv.

Im FSJ nimmst Du zudem an Seminaren teil. An den 25 verpflichtenden Seminartagen lernst Du andere Freiwillige kennen und verbringst mit ihnen Zeit. Ihr begebt euch zusammen auf eine Lernreise, reflektiert dabei eure Erfahrungen und probiert neue Dinge aus. Die Seminare werden von Pädagog*innen organisiert, die Dich auch während Deines gesamten Dienstes begleiten. So hast Du auch außerhalb der Einsatzstelle immer eine Ansprechperson an Deiner Seite.

 

Der Bundesfreiwilligendienst – auch BFD genannt - ist ähnlich wie das FSJ. Auch hier kannst Du Dich in einer gemeinnützigen Einrichtung engagieren. Am BFD können allerdings Menschen jeden Alters, die die Schulpflicht absolviert haben, teilnehmen. Alle Teilnehmenden werden durch fachliche Anleiter*innen in der Einsatzstelle begleitet, die bei den täglichen Herausforderungen unterstützen. Zudem hast Du auch eine pädagogische Ansprechperson an Deiner Seite, die Dir auch behilflich ist eine geeignete Einsatzstelle zu finden, die Dir bei Fragen rund um den BFD Antworten geben kann und die Seminare organisiert.

Freiwillige unter 27 Jahren machen in der Regel 20 Seminartage gemeinsam mit anderen Freiwilligen. Diese Seminare sind ähnlich wie die im FSJ. Zusätzlich verbringst Du 5 Tage an einem Bildungszentrum des Bundes. Hier findet das Seminar zur politischen Bildung statt.

Freiwillige über 27 Jahre verbringen einen Tag pro Dienstmonat mit anderen Freiwilligen über 27 Jahre in einem Seminar. Hier reflektieren Sie Ihre Erfahrungen, lernen neue Themenfelder kennen oder befassen sich mit dem Thema Berufsorientierung. Freiwillige über 27 Jahre können nach Absprache mit der Einsatzstelle auch weniger als 40, mindestens jedoch 20,5 Stunden in der Woche aktiv sein.

In den Paritätischen Freiwilligendiensten arbeiten unterschiedliche Organisationen, sogenannte Freiwilligendienst-Träger, zusammen. Den Freiwilligendienst-Träger haben sich Einsatzstellen angeschlossen. So unterschiedlich wie die Träger, so unterschiedlich sind auch die Einsatzstellen. Bei aller Vielfalt eint uns das Paritätische Selbstverständnis, unser Wert und eine gemeinsame Arbeitsweise. Die Paritätischen Freiwilligendienste stehen für Gleichheit, Offenheit, Toleranz, Respekt und Vielfalt.

Um diese Werte erfahrbar zu machen, haben wir die Paritätischen Qualitätsstandards erarbeitet. Diese Standards sorgen dafür, dass die Freiwilligen einen guten Freiwilligendienst und positive Erfahrungen erleben. So haben sich die Paritätischen Träger z.B. auf folgende Punkte geeinigt:

  • Allen Freiwilligen Projekte zu selbstgewählten Themen zu ermöglichen
  • Freiwillige bei der Seminargestaltung einzubeziehen und
  • Freiwillige für 3 Bewerbungsgespräche von der Einsatzstelle freizustellen.

Mehr Informationen zu den Qualitätsstandards findest Du hier.

 

  • Du bekommst ein monatliches Taschengeld. Das bedeutet: Du bekommst jeden Monat Geld für deinen Freiwilligendienst. Die Höhe des Taschengeldes beträgt maximal 402 € pro Monat.
  • Du bekommst manchmal auch ein monatliches Verpflegungsgeld. Das bedeutet: Du bekommst Geld, um Dein Essen bezahlen zu können. Manchmal kannst Du in der Einsatzstelle essen. Dann bekommst Du kein Verpflegungsgeld.
  • Du bist in der Zeit vom Freiwilligendienst versichert. Das bedeutet: Die Einsatzstelle bezahlt die Rentenversicherung, die Krankenversicherung, die Pflegeversicherung, die Arbeitslosenversicherung, die Haftpflichtversicherung und die Unfallversicherung.
  • Du bekommst mindestens 24 Tage Urlaub, meistens bekommst Du mehr Urlaub.
  • Du bekommst einen Freiwilligendienst-Ausweis. Damit zahlst Du manchmal weniger Eintritt, zum Beispiel im Zoo. Hier kannst Du schauen, wo Du überall Vergünstigungen bekommst: für-freiwillige.de
  • Du bekommst Deinen Dienst bescheinigt. Das kannst Du für spätere Bewerbungen nutzen.
  • Du bekommst ein qualifiziertes Arbeitszeugnis. Das bedeutet: In dem Zeugnis steht, welche Aufgaben Du gemacht hast und wie gut Du gearbeitet hast. Dieses Zeugnis kannst Du nach dem Freiwilligendienst für eine Bewerbung benutzen. Zum Beispiel für eine Ausbildung.
  • Du bekommst 25 Seminartage zusammen mit anderen Freiwilligen.
  • Du bekommst manchmal auch eine Unterkunft von der Einsatzstelle. Dann kannst Du dort wohnen.
  • Du hast Anspruch auf Kindergeld oder Waisenrente.

Ein Freiwilligendienst – also ein FSJ und ein BFD – dauert in der Regel ein Jahr. Es ist aber auch möglich kürzer oder länger aktiv zu sein. Mindestens kannst Du Dich 6 Monate und höchstens 18 Monate in einem Freiwilligendienst engagieren.

 

Wenn Du unter 27 Jahre alt bist, dann bist Du meistens 39-40 Stunden in der Woche in der Einsatzstelle. Das entspricht einem Vollzeitdienst. Nach Absprache kannst Du den Dienst auch mit weniger Stunden machen. Das ist möglich, wenn Du älter als 27 Jahre bist, ein Kind betreuen musst oder krank bist. Es müssen aber mehr als 20 Stunden in der Woche sein.

Während des Freiwilligendienstes begleitet Dich eine pädagogische Fachkraft. Die Person hilft Dir bei Fragen und Problemen. Zum Beispiel bei der Frage: Wie geht es nach dem Freiwilligendienst weiter? Sie besucht Dich in Deiner Einsatzstelle. Die pädagogische Fachkraft plant auch zusammen mit den Freiwilligen Seminartage. Die Ansprechpersonen arbeiten bei einem sogenannten Freiwilligendienst-Träger. Sie helfen Dir auch, eine geeignete Einsatzstelle zu finden. Nimm gerne mit einer Ansprechperson Kontakt auf und kläre mit ihr Deine Fragen.

Weiterhin begleitet Dich in der Einsatzstelle eine feste Anleitungsperson. Die Person zeigt Dir Deine Aufgaben und Dir bei konkreten Fragen in der Einsatzstelle.

Du hast in Deinem Freiwilligendienst 25 Seminartage, i.d.R. fünf Seminarwochen. In den Seminaren lernst Du neue Dinge kennen. Die Seminartage finden in einer Gruppe zusammen mit anderen Freiwilligen statt. Mit der Gruppe sprichst Du über Deine Erfahrungen im Freiwilligendienst. Die Seminare finden an einem anderen Ort statt. Manchmal übernachtest Du auch dort. Die Seminare sind Pflicht. Aber keine Sorge, die Seminare machen viel Spaß.

Hier  kannst Du Dir unsere Broschüre zu den Paritätischen Freiwilligendiensten herunterladen.

Die rechtliche Grundlage für das FSJ bildet das Jugendfreiwilligendienstgesetz. Die rechtliche Grundlage für den BFD ist das Bundesfreiwilligendienstgesetz.

Einsatzstellenbörse

Du suchst direkten Kontakt mit einer Ansprechperson in Deiner Nähe oder nach Deinem Interesse? Eine Übersicht findest du auf der Seite der Freiwilligendienst-Träger.

Freiwillig. Vielfältig. Für Alle. Ein Freiwilligendienst beim Paritätischen: Einblicke ehemaliger Freiwilliger

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