Monatsreport 11-23Jugendsozialarbeit im Paritätischen |
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| Paritätische Expertise zeigt: Nicht einmal jedes fünfte Kind im Bürgergeldbezug profitiert von Teilhabeleistungen |
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Die Paritätische Forschungsstelle untersucht in einer aktuellen Expertise, wie die im Mittelpunkt des Bildungs- und Teilhabepaketes stehende Teilhabeleistung – 15 Euro monatlich zur Teilnahme an Sportangeboten, an Vereinsarbeit und Musikunterricht – bei den Kindern und Jugendlichen, deren Familien Bürgergeld, Sozialhilfe, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten, tatsächlich ankommt. Demnach profitieren mindestens 82 Prozent der 6- bis unter 15-jährigen im SGB II nicht von den soziokulturellen Teilhabeleistungen. Auch der letzte Reformversuch in Form des Starken-Familien-Gesetzes von 2019 hat keine wesentlichen Verbesserungen bewirkt. Hinzu kommt, dass starke regionale Schwankungen zu verzeichnen sind. Die Art der Umsetzung vor Ort hat dabei erheblichen Einfluss auf die Inanspruchnahme. Neben den empirischen Befunden beinhaltet die Expertise u.a. Reformvorschläge für mehr Teilhabe für Kinder und Jugendliche. |
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Fachkräfteeinwanderungsgesetz: Erste Änderungen in Kraft getreten |
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Am 18. November 2023 ist ein erster Teil der Neuregelungen des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung in Kraft getreten. Weitere umfangreichere Änderungen folgen jeweils zum 1. März 2024 und zum 1. Juni 2024. Die nun wirksamen Novellierungen betreffen insbesondere die Blaue Karte-EU sowie die Aufenthaltserlaubnisse nach § 18a und 18b AufenthG. Die erleichterte Blaue Karte mit niedrigeren Einkommensgrenzen gilt nun, unabhängig von der Berufsgruppe, auch für alle Berufsanfänger*innen. Außerdem wird der Familiennachzug zu Personen mit Blauer Karte erleichtert, wenn die familiäre Gemeinschaft bereits im anderen EU-Staat bestand. Zudem ergeben sich Änderungen der vorgesehen Regelung zum sogenannten "Spurwechsel" aus der humanitären Einwanderung. |
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Bundessozialgericht: kein Vergaberecht im eingliederungshilferechtlichen Dreiecksverhältnis |
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Das Bundessozialgericht (BSG) hat in einem Urteil entschieden, dass die Leistungen der Schulbegleitung im eingliederungshilferechtlichen Dreiecksverhältnis erbracht werden müssen. Dabei handelt es sich um ein einfaches Zulassungssystem, bei dem alle geeigneten Anbieter zur Leistungserbringung zugelassen sind, sofern sie die vorab festgelegten Kriterien erfüllen. Eine Auswahlentscheidung zugunsten bestimmter Anbieter aufgrund wertender Kriterien findet nicht statt. Das BSG-Urteil begrüßt damit die Rechtsauffassung, die von der Freien Wohlfahrtspflege bereits seit Jahren vertreten wird. Obwohl der konkrete Fall die Leistungen der Schulbegleitung betrifft, könnte das Urteil laut Experten auch Auswirkungen auf andere Bereiche haben, z.B. Leistungen der Sozialhilfe, der Jugendhilfe und der Pflege. |
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BIBB: Vertragslösungsquote in der dualen Berufsausbildung auf neuem Höchststand |
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Nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) ist die Lösungsquote bei den dualen Ausbildungen in 2022 auf 29,5 Prozent gestiegen und erreicht damit einen neuen Höchststand. Ursache dafür ist v. a. die – aus Perspektive der Jugendlichen – gute Lage auf dem Ausbildungsmarkt und die vielen offenen Ausbildungsstellen. Dabei haben vorzeitige Vertragsauflösungen verschiedene Gründe und differieren im Einzelfall: Geänderte Ausbildungs- und Berufswünsche, Attraktivität des Berufes, Konflikte zwischen Ausbildungspersonal und Auszubildenden u.a. Das BIBB gibt zudem Vorschläge für präventive Maßnahmen, um vorzeitige Vertragsauflösungen zu verhindern. Dazu gehören u.a. Unterstützungsangebote bei der beruflichen Orientierung für Jugendliche und Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildungsqualität. |
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Jugendberufsagenturen als regionale Gestalterinnen der Ausbildungsgarantie: BIBB-Report |
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Die beschlossene Ausbildungsgarantie soll allen Jugendlichen einen Zugang zu einer vollqualifizierenden Berufsausbildung ermöglichen. Dazu wurde als ein Bestandteil der Ausbildungsgarantie die Schaffung außerbetrieblicher Ausbildungsplätze beschlossen. Die außerbetrieblichen Ausbildungsplätze werden im Rahmen der Ausbildungsgarantie auf marktbenachteiligte Jugendliche ausgeweitet und in Abstimmung mit den Sozialpartnern in Regionen geschaffen, in denen eine Unterversorgung an Ausbildungsplätzen besteht. In dem Report wird sich u.a. mit der Frage befasst, welche Rolle Jugendberufsagenturen bei der Ausgestaltung der Ausbildungsgarantie auf regionaler Ebene einnehmen könnten. Als Beispiele guter Praxis wurden Experteninterviews mit ausgewählten Jugendberufsagenturen durchgeführt. |
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Die psychische Gesundheit darf kein Tabu sein – Beitrag von Prof. Marcel Fratzscher |
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In einem aktuellen Blogbeitrag plädiert der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) für die Enttabuisierung von psychischen Erkrankungen. Insbesondere junge Menschen seien von psychischen Erkrankungen infolge von Krisen stark betroffen. Aktuelle Daten zeigen, dass fast die Hälfte der 14- bis 29-Jährigen unter Stress und ein Drittel unter Erschöpfung und Selbstzweifel leidet. Zum Vergleich: Bei den 50- bis 69-Jährigen leiden nur 20 Prozent unter Stress. |
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Neues aus dem Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit |
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Veranstaltungsreihe „#Health for Youth. Gesundheitsförderung in der Jugendsozialarbeit“ |
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In der ersten Jahreshälfte veröffentlichte der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit eine Podcastreihe, die sich mit der aktuellen psycho-sozialen Gesundheitssituation von Jugendlichen befasst. Daran anknüpfend findet in diesem Herbst eine Veranstaltungsreihe statt, in der die Inhalte des Podcasts vertiefend diskutiert werden sollen. Für die Veranstaltungen im Dezember können Sie sich noch anmelden: 07.12.2023, 14:00 - 16:00 Uhr #Health for Youth: Gesundheitsförderung in der Mädchensozialarbeit 14.12.2023, 14:00 - 16:00 Uhr #Health for Youth: Gesundheitsförderung in der diskriminierungskritischen Jugendsozialarbeit Die Veranstaltungen finden online statt und sind kostenfrei. |
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Online-Veranstaltung: „Jugendliche für Berufe in der Erziehung begeistern“ 29. November 2023, 10.30 bis 12.00 Uhr |
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In der Veranstaltung geht es um die Frage, wie junge Menschen für Berufe im Bereich der Erziehung begeistert werden können. Um dem Fachkräftemangel in der Erziehung entgegenzuwirken und Jugendlichen Perspektiven in diesem Bereich aufzuzeigen, führt das Projekt "Berufe fürs Leben - Berufsorientierung in der Pflege & Erziehung" gemeinsam mit Schulen und ausbildenden Einrichtungen gezielte Berufsorientierung für junge Menschen durch. In der Veranstaltung wird u. a. betrachtet, wie Auszubildende bei der Nachwuchsgewinnung im Bereich der Kita einbezogen werden können und wie die Nachwuchsgewinnung im Zusammenspiel mit Partner*innen (allgemeinbildende Schulen sowie die (Berufs-)Fachschulen und Praxispartner wie z. B. Kindertagesstätten) gelingen kann. |
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Online-Veranstaltung: „Soziale Teilhabe erreicht? Empirische Befunde und Reformvorschläge zum Bildungs- und Teilhabepaket“ 7. Dezember 2023, 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr |
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In der laufenden Diskussion über die Neuordnung der finanziellen Leistungen für Kinder und Jugendliche (Kindergrundsicherung) sind auch die Leistungen des sog. Bildungs- und Teilhabepakets erneut in den Fokus der politischen Debatte gerückt. Mit diesem Paket sind verschiedene Leistungen zusammengefasst, die Kindern und Jugendlichen in einkommensarmen Familien zur Verfügung stehen – von der Förderung der sozialen Teilhabe über die Finanzierung von Schülerbeförderung und Mittagsverpflegung bis hin zu Lernförderung. In der Veranstaltung werden grundlegende Informationen zu den Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaket präsentiert. Zudem werden einige Auswertungen über die (mangelnde) Inanspruchnahme der Teilhabeleistung vorgestellt. Schließlich werden aktuelle Reformabsichten im Rahmen der Einführung einer Kindergrundsicherung vor- und zur Diskussion gestellt. |
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Online-Veranstaltung: „Wie treffen junge Menschen ihre Ausbildungs- und Berufsentscheidung?“ 8. Dezember 2023, 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr |
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Zahlreiche Einflussfaktoren wirken sich auf die Berufswünsche und die Berufswahl von Jugendlichen aus. In der Veranstaltung geht es um die Fragen, welche persönlichen, sozialen und institutionellen Faktoren eine Rolle bei der Ausbildungs- und Berufswahl spielen und welchen Einfluss verschiedene Akteure (Schule, Eltern, Peers u. a.) auf junge Menschen dabei haben. Es wird zudem der Frage nachgegangen, was Akteure (Schulen, Ausbildungsstätten, Praktikumsbetriebe, Berufsberater*innen u. a.) tun können, um junge Menschen in ihrer individuellen Entscheidungsfindung zu unterstützen Außerdem stehen die Herausforderungen im Fokus, mit denen insbesondere sozial benachteiligte und individuell beeinträchtigte Jugendliche in diesem Prozess konfrontiert sind. |
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Online-Veranstaltung: „Wohnen und Leben in Vielfalt“ 12. Dezember 2023, 10.30 Uhr bis 12.00 Uhr |
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Wir wollen in dieser Inforeihe dazu sprechen, wie eine gute nachhaltige Wohnpolitik für Familien und in Vielfalt gelingen kann. Greta Schabram, Referentin für Sozialforschung und Wohnen im Paritätischen Gesamtverband, skizziert aktuelle Problemlagen und Entwicklungen der Wohnungspolitik. Neben dem Blick auf Mietenpolitik soll auch der aktuelle politische Stand zur neuen Wohngemeinnützigkeit dargestellt werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der Situation von Familien. Wie vielfältig Familienleben und Wohnen sein kann, dazu spricht im Anschluss das bundesweit erste inklusive Lesben-Wohnprojekt in Berlin-Mitte. RuT – Radund Tat Berlin gGmbH plant das bundesweit erste inklusive, intergenerative Lesben-Wohnprojekt und queere Soziokulturelle Zentrum in Berlin-Mitte. |
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Digitaler Fachtag: Wege aus der Defizitorientierung hin zu inklusiver Jugendsozialarbeit 13. Dezember 2023, 10.30 bis 16.00 Uhr
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Das im Juni 2021 in Kraft getretene Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) hat die Weichen für eine Gesamtzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe für alle Kinder und Jugendlichen gestellt, ob mit oder ohne Behinderungen. Daher stellt sich u. a. die Frage, wie eine inklusive Umgestaltung der Jugendsozialarbeit weg von einer defizitorientierten Benachteiligungsfeststellung junger Menschen hin zu einem kompetenz- und ressourcenorientierten Ansatz in der Praxis möglich ist. Wie gestaltet sich die aktuelle Fachdiskussion über inklusive Übergänge von Schule und Beruf aus menschrechtlicher Perspektive? Welche Ansätze von inklusiv arbeitenden Projekten und ihren Erfahrungen gibt es schon in der Praxis, und wo liegen die Stolpersteine in der Umsetzung? Wir laden alle interessierten Träger zu unserem Fachtag ein, arbeitsfeldübergreifend die wichtigsten Themen und Aspekte der aktuellen Debatte und Praxisentwicklung zu diskutieren und gemeinsam über Perspektiven für die Zukunft nachzudenken. |
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