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Eine Illustration eines Mannes, der zwischen Papierbergen sitzt und den Kopf auf den Tisch gelegt hat.

Bürokratie!

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Der Paritätische Wohlfahrtsverband

Der Paritätische Wohlfahrtsverband ist ein Dachverband gemeinnütziger sozialer Organisationen und einer der sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland. Mehr als 10.000 Mitgliedsorganisationen arbeiten bundesweit unter unserem Dach – konfessionell und parteipolitisch unabhängig. Und komplett gemeinnützig.

Von Kita bis Hospiz, von Schulassistenz bis Integrationskurs, von Seepferdchenkurs bis Suchtberatung – unsere Mitgliedsorganisationen sind da, wo Menschen uns brauchen. In jeder Lebensphase, in jeder Lebenslage.

Aktuelles

Symbolbild mit Forderung der die Aktion unterstützenden Organisationen
Vor einem Schwarz-Weiß-Foto eines Stacheldrahtzauns steht folgender Text: "Über 50 Organisationen fordern: #KeineKompromisse auf Kosten des Flüchtlingsschutzes! Gemeinsamer Appell an die Bundesregierung zu ihrer Position bei der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems"

Appell an die Bundesregierung zur GEAS-Reform: #KeineKompromisse auf Kosten des Flüchtlingsschutzes

Als Teil eines Bündnisses von mehr als 50 Organisationen fordert der Paritätische Gesamtverband die Bundesregierung zur Abkehr von ihren Plänen zur Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems auf. Mit Blick auf das Treffen der EU-Innenminister am 8. Juni 2023 appelliert das Bündnis an Innenministerin Nancy Faeser (SPD), ihrer humanitären Verantwortung gerecht zu werden und ihren eigenen Koalitionsvertrag ernst zu nehmen. Es dürfe keine Kompromisse auf Kosten des Flüchtlingsschutzes geben.

Enttäuschende Positionierung der Bundesregierung

Mit ihrer am 28.04.2023 bekannt gewordenen Positionierung zur Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) bricht die Bundesregierung mit ihrem Koalitionsvertrag und versäumt es, dem europaweiten Trend der Abschaffung des Flüchtlingsschutzes entschieden entgegenzutreten.

Durch die beabsichtigte Zustimmung der Bundesregierung zu verpflichtenden Grenzverfahren werden Standards bei der Prüfung von Schutzgesuchen in der EU absehbar so stark abgesenkt, dass keine fairen Verfahren mehr zu erwarten sind. Durch das Konzept einer “Fiktion der Nicht-Einreise" werden diese Verfahren zudem absehbar in Haft oder unter haftähnlichen Bedingungen durchgeführt. Befürwortet die Ampel-Koalition auch die Absenkung der Anforderungen an sogenannte „sichere Drittstaaten”, anhand derer Schutzsuchende auch ohne Prüfung ihrer Fluchtgründe in ein außereuropäisches Land abgeschoben werden können, bricht sie zudem mit ihrem Versprechen, jedes Asylgesuch auch inhaltlich zu prüfen. Mit ihrer Position, die Zeit für eine innereuropäische Überstellung von sechs auf zwölf Monate zu verlängern, schwächt die Bundesregierung schließlich auch ein bereits gescheitertes Zuständigkeitssystem und gefährdet durch die übermäßige Belastung der Außengrenzstaaten die Rechte von Schutzsuchenden auf ein effektives und faires Asylverfahren.

All das bedeutet einen Rückzug aus dem Flüchtlingsschutz in der Europäischen Union, vergleichbar mit dem deutschen Asylkompromiss vor dreißig Jahren.

Forderungen

Die aktuellen Reformvorschläge rütteln nicht nur an den Grundfesten des Rechtsstaates, sondern werden auch bereits existierende Probleme des europäischen Asylsystems noch verschärfen. Stattdessen sollte Deutschland mit Nachdruck an einer solidarischen Aufnahme von Ankommenden in der EU arbeiten, welche die Rechte und Bedürfnisse der Schutzsuchenden stärker in den Mittelpunkt stellt.

Mit Blick auf das kommende Treffen der EU-Innenminister*innen am 08.06.2023 appellieren die Organisationen daher an die Bundesregierung, ihrer humanitären Verantwortung gerecht zu werden und ihren eigenen Koalitionsvertrag ernst zu nehmen. Unter dem Hashtag #KeineKompromisse fordern sie:

  1. Für menschenwürdige und faire Asylverfahren: Keine verpflichtenden Grenzverfahren an den EU-Außengrenzen!
  2. Für Flüchtlingsschutz in der Europäischen Union: Keine Absenkung der Anforderungen an “sichere Drittstaaten”!
  3. Für echte Solidarität in der Flüchtlingsaufnahme: Keine Weiterführung des gescheiterten Dublin-Systems!

Weitergehende Informationen können dem beigefügten Appell entnommen werden.

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Unser aktuelles Mitgliedermagazin: Bürokratie!

Der Umgang mit Bürokratie und Verwaltungen gehört für die meisten Menschen in Sozial- und Pflegeberufen zu den weniger geliebten Pflichtaufgaben. Viele plagt das Gefühl, dass die Arbeit am Schreibtisch ihnen die Zeit raubt, die letztendlich für die Klient:innen fehlt. Wer für die Wohlfahrt arbeitet, hat diesen Beruf ja gewählt, um zu helfen und nicht, um Formulare auszufüllen.

Sicherlich gibt es auch berechtigte Verwaltungsvorschriften, etwa wenn die sinnvolle Verwendung von Mitteln nachgewiesen werden soll. Trotzdem wird der nachweislich immer größere Aufwand der Bürokratie zum Problem und wird als zusätzliche Belastung zum sowieso schon stressigen Berufsalltag wahrgenommen. Dies gilt im Übrigen nicht mehr nur für die Kolleg:innen in den Paritätischen Einrichtungen, sondern auch für die Menschen, die wir betreuen. Beispielsweise geflüchtete oder arbeitslose Personen müssen kontinuierlich mehr Papierkram bewältigen, was für viele in Not nicht so einfach ist.

In diesem Mitgliedermagazin fragen wir nach, wie die Entwicklung der Bürokratie ist, was besonders stört und wie es vielleicht auch besser gehen könnte. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre.

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Leistungen und Angebote

Union Versicherungsdienst

Der Union Versicherungsdienst ist der Versicherungsmakler für die Mitgliedsorganisationen und Einrichtungen unter dem Dach des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Er ist Ansprechpartner in allen Fragen des Versicherungsschutzes für sozialwirtschaftliche Einrichtungen und Mitarbeitende. Mehr erfahren unter: www.union-paritaet.de.

Logo: Union Versicherungsdienst

Veranstaltungen

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Nachhaltig satt: Klimagesunde Menügestaltung und Rezepturentwicklung

Helena Horn

Mehr Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Gemüse – das kommt vielen direkt in den Sinn, wenn es um klimafreundliche Verpflegung in Kitas und Schulen geht. Doch wie gelingt die Umsetzung in der Praxis? Wie entstehen Menüs und Rezepte, die lecker, gesund und klimafreundlich sind? Wir freuen uns, bei dem Online-Workshop mit Robert Kapa von Fröbel am 02. September Antworten auf diese Fragen zu erhalten. Gemeinsam werfen wir einen Blick darauf, wie Gemeinschaftsverpflegung klimagesund und ressourcenschonend gestaltet werden kann, ohne auf Geschmack und Nährstoffe zu verzichten.

Zeitstrahl: Der Paritätische im Spiegel der Zeit – Chronik der einhundertjährigen Geschichte des Verbandes

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Paritätischen Gesamtverbandes werfen wir einen Blick zurück auf Höhepunkte und Meilensteine der Entwicklung des Verbandes hin zu einem Dachverband von über 10.800 eigenständigen gemeinnützigen Organisationen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Und nicht zuletzt auf die wachsende Bedeutung des Paritätischen als sozialpolitischer Akteur in krisenhaften Zeiten.

Zeitstrahl ansehen
Vier alte Zeitungen sind zu sehen: Historische Aufnahmen alter Verbandszeitschriften des Paritätischen Gesamtverbandes.