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Schwerpunkt

Familien und Frauen

Hände unterschiedlichen Alters und Geschlechts halten bunte Herbstblätter nach oben
Providence Doucet/Unsplash
Kinderarmut, Gewaltschutz, Gleichstellungspolitik, Kinderrechte, sexuelle und reproduktive Rechte, Kindergrundsicherung und die Vereinbarkeit von privater und beruflicher Fürsorgearbeit gehören zu den Themen, die den Paritätischen Gesamtverband bewegen. Der Verband geht aktiv in den Dialog mit der Bundespolitik und bringt sich durch Positionen, Fachveranstaltungen und Publikationen in den Diskurs ein.

1. Sexuelle und reproduktive Rechte sind Menschenrechte

Der Paritätische setzt sich für soziale Gerechtigkeit ein. Dies wird verstanden als das Recht eines jeden Menschen auf gleiche Chancen zur Verwirklichung seines Lebens in Würde und die Entfaltung seiner Persönlichkeit – d.h. unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität, sozialer oder ethnischer Herkunft, Lebenssituation, Alter, Religion oder Weltanschauung, materieller Situation, Behinderung, Beeinträchtigung, Pflegebedürftigkeit oder Krankheit.

Sexuelle und reproduktive Gesundheit sind hierfür essenziell. Sie sind für den Paritätischen zentrale Menschenrechte, deren Durchsetzung ein entscheidender Gradmesser für eine demokratische, offene, vielfältige Gesellschaft ist, in der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben und selbstbestimmt leben.

Sexualität spielt auch für Jugendliche eine wichtige Rolle. Aufklärung und Information sind für junge Menschen essenziell. Dies gilt ganz besonders auch in Corona-Zeiten, in denen die sexualpädagogischen Maßnahmen in der Schule oft entfallen und seriöse und pädagogisch aufbereitete Informationen im Internet für viele eine entscheidende Wissensquelle sind.

Pro familia bietet ein großes Angebot an Videos, Broschüren und Online-Beratungsmöglichkeiten, deutschlandweit:


2. Abschaffung § 219 a StGB und Zugang zu Schwangerschaftsberatungsstellen

Der Paritätische spricht sich für eine Abschaffung des § 219 a StGB aus.

Darüber hinaus muss aus Sicht des Verbandes der Zugang zu Schwangerschaftsberatungsstellen für alle Menschen flächendeckend, wohnortnah und barrierefrei möglich sein. Es muss bundesgesetzlich sichergestellt werden, dass Schwangere ohne Belästigung, Störung und Beeinflussung die gesetzlich vorgeschriebene Schwangerschaftskonfliktberatung aufsuchen können.


3. Kostenfreiheit von Verhütungsmitteln

Viele Menschen mit wenig Geld können sich die Verhütung ihrer Wahl nicht leisten. Der Paritätische fordert die Kostenfreiheit von Verhütungsmitteln für Menschen mit geringem Einkommen oder im Transferleistungsbezug, um eine selbstbestimmte Verhütung und Familienplanung zu ermöglichen. Kostenübernahme-Fonds von Kommunen sind zwar ein erster Schritt, doch sie erreichen nicht alle Menschen und wirken nicht bundesweit. Daher sollte die Kostenübernahme für alle Verhütungsmittel und -methoden zur Familienplanung und die hierfür ggf. notwendigen ärztlichen Leistungen für Menschen mit geringem Einkommen oder im Transferleistungsbezug über die Krankenkassen sichergestellt werden.

Studien zeigen, dass Menschen ihr Verhütungsverhalten ändern, wenn das Geld knapp ist. Bei der Entscheidung für eine Verhütungsmethode sollten jedoch für alle Menschen nicht allein die Kosten, sondern Verträglichkeit und Sicherheit die entscheidenden Kriterien bei der Auswahl sein. Unter dem Motto „Wie sicher darf es sein? Wenn Verhütung zur Frage des Geldbeutels wird“ hat der Paritätische Gesamtverband in Kooperation mit dem Bundesverband von pro familia am 11. September 2019 in Berlin ein politisches Fachgespräch durchgeführt.


4. Frühe Hilfen

Der Paritätische Gesamtverband engagiert sich auch im Bereich der Frühen Hilfen. Themenschwerpunkte waren in den vergangenen Jahren die Bereiche Geschlechtliche Vielfalt und Frühe Hilfen, die Zusammenarbeit mit Babylots*innen, Frühe Hilfen und Migration sowie Frühe Hilfen in Corona-Zeiten. Es fanden verschiedene Fachgespräche statt. U.a. hat der Verband aber auch in dem BAGFW-Projekt „Wenn Sie in Deutschland ein Kind erwarten“ mitgearbeitet und sich in der Gestaltung und Ausarbeitung von Beratungsflyern für Tablet und Smartphone eingebracht.

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