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Wie nutze ich Hashtags # bei Twitter?

Hashtags sind ein zentrales Element, um Reichweite zu erzeugen, die erwünschten Kommunikationspartner anzusprechen und Diskurse (mit-) zu gestalten. Mitunter werden sie zur ironischen Brechung oder Kommentierung des eigenen Posts eingesetzt. Manche Hashtags etablieren sich sogar als Mem und gehen viral (etwa #greatesthits im Februar 2019). Wer Öffentlichkeit zu einem Thema mobilisieren will oder gar eine Kampagne startet, braucht ein eigenes, ansprechendes und wiedererkennbares Hashtag.

 

Posts im Zusammenhang mit dem Projekt Digitale Kommunikation wollen wir mit #GleichImNetz kennzeichnen. Darüber hinaus werden wir im Rahmen unserer #-Kampagne weitere, themenbezogene Hashtags definieren und verschiedene Varianten der Themensetzung ausprobieren.

Im Arbeitsalltag lohnt es sich, nach aktuellen Themen zu schauen und ggf. auf diese zu reagieren: Auf der eigenen Twitter-Profilseite gibt es dafür links eine Übersicht zu „trending topics“ (in der Twitter-App verbirgt sich die Liste unter der Suche/Lupe). Natürlich sollten auch die Nachrichten zu eigenen und verwandten Hashtags verfolgt werden. Verwandte Hashtags finden sich in den Tweets kommentierender User, können aber auch bei Tools wie z.B. https://hashtagify.me erfragt werden.

Im Social-Media-Marketing werden übrigens max. 2-3 Hashtags pro Tweet empfohlen, da eine höhere Anzahl die Leserate deutlich verringere. Um dem entgegenzuwirken, hängen manche Twitterer die Hashtags, getrennt durch ein bis zwei Leerzeilen, en bloc ans Ende des Tweets. Inwieweit das längenmäßig passt und es nicht sinnvoller sein kann, doch Signalwörter im Tweet als Hashtags zu definieren, muss im Einzelfall geschaut werden.

Die Durchschlagskraft eines Hashtags lässt sich schwer vorhersagen. In der Popkultur- und Mediendebatte finden sich oft kryptische Abkürzungen, die trotzdem von Hunderttausenden genutzt werden (#GoT). Prominente Hashtags, über die gerne auch in den klassischen Medien berichtet wird, sind häufig nicht selbsterklärend, wirken jedoch durch ihren aufrüttelnden Bezug und ihre emotionale Wucht (#metoo, #aufschrei; #WirSindMehr, #dafür). Manche Hashtags erfahren unvorhergesehene Karrieren (#DieseJungenLeute – von einem Stoßseufzer Kevin Kühnerts zum beliebten Hashtag für die klimaschutzstreikenden Schüler*innen). Nicht zuletzt gibt es Hashtags, die sich als fester Bestandteil der Twitterfolklore bzw. des Netzjargons eingebürgert haben (#FollowFriday, #MondayMotivation, #ThrowbackThursday).

Auch der Paritätische kann auf einige erfolgreiche Hashtags zurückblicken, etwa #MenschDuHastRecht oder #werdieArmensind. Im Bereich der Freiwilligendienste verzeichnete #FreiFahrtFuerFreiwillige eine eindrucksvolle Dynamik. Mit ein bisschen Mühe finden sich aber noch weitere sozialpolitisch relevante Hashtags, die stärker bespielt werden könnten, etwa #thingsdisabledpeopleknow. Grundsätzlich empfehlen wir aber, kürzere Hashtags zu etablieren.

Arbeitshypothesen für ein gutes Hashtag: Ein Hashtag funktioniert wie ein guter Slogan im Rahmen einer Content-Gesamtstrategie – die eigentlichen Inhalte und das Engagement sind aber für den Erfolg entscheidend(er). Wenn weitere Multiplikator*innen sich durch die Botschaften angesprochen oder gar aktiviert fühlen, wird es sich auch verbreiten. Und wenn es erst einmal oft genutzt wird, werden weitere Twitterer darauf aufmerksam. Das Hashtag selbst kann helfen, indem es möglichst knackig und kurz ist, nicht zu abwegig oder gewollt rüberkommt und idealerweise das Engagement noch unterstützt – indem es zur Identifikation einlädt, eine persönliche Ansprache beinhaltet oder sogar witzig ist. Übrigens: Sofern das Thema regional verankert ist, sollte dieser Bezug unbedingt in einem der verwendeten Hashtags auftauchen.


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